Schüler des St.-Georg-Gymnasiums: Hilfe für Bocholter Tafel in Not!
Schüler des St.-Georg-Gymnasiums Bocholt sammeln Lebensmittel für Bedürftige und unterstützen soziale Projekte in der Adventszeit.

Schüler des St.-Georg-Gymnasiums: Hilfe für Bocholter Tafel in Not!
Im Herzen von Bocholt haben die Schüler des St.-Georg-Gymnasiums während der Adventszeit eine bemerkenswerte Spendenaktion ins Leben gerufen. Im Rahmen des „Georgs Adventskalenders“ wurde jeden Schultag gezielt ein Lebensmittel gesammelt, das dann der Bocholter Tafel zugutekam. Dies berichtet BBV und hebt die erfreuliche Teilnahme der Schulgemeinschaft hervor. Fest verpackte Lebensmittel fanden ihren Weg in einen Einkaufswagen in der Brunnenhalle der Schule und wurden von engagierten Helferinnen und Helfern in Kisten verpackt, bevor sie dreimal wöchentlich von den Mitarbeitenden der Tafel abgeholt wurden.
Der Hintergrund dieser Aktion ist ein wachsender Bedarf an Unterstützung in der Region. Immer mehr Menschen sind auf die wertvolle Hilfe der Tafel angewiesen, insbesondere wenn es um alltägliche Lebensmittel geht. Die Bocholter Tafel sieht sich mit einer steigenden Anzahl von Bedürftigen konfrontiert, was die Initiative besonders wichtig macht. Auch die Schüler des St.-Georg-Gymnasiums steuern ihren Teil zur Gemeinschaft bei. Neben dieser Lebensmittelaktion haben sie auf dem Bocholter Weihnachtsmarkt selbstgestrickte Socken und Weihnachtskarten verkauft, woraus ein Erlös von 1.900 Euro für den Verein Kalangala e.V. resultierte. Dieser unterstützt das Projekt „Home of Happiness“ und zeigt damit, wie Schüler und Schule sozialen Zusammenhalt fördern können.
Die Rolle der Tafel und ihrer Ehrenamtlichen
Die Bocholter Tafel ist ein wichtiger Akteur in der lokalen Unterstützungskette. Rund 150 ehrenamtliche Mitarbeiter, viele von ihnen langjährig engagiert, arbeiten in eingespielten Teams und bewegen an einem Tag bis zu eine Tonne an Waren. Die Tafel ist nicht nur das Zentrum für die Verteilung von Lebensmitteln, sondern auch ein Ort der Begegnung. Es gibt gemeinsame Frühstücke zur Stärkung und zum Austausch unter den Mitarbeitenden. Zudem sorgt ein Team dafür, dass alle Spenden sorgfältig sortiert werden, wobei nicht mehr genießbare Lebensmittel konsequent aussortiert werden. Dies zeigt die Verantwortung und den Respekt, den die Ehrenamtlichen gegenüber den Bedürftigen haben.
Gerade in Zeiten, in denen die Zahl der Hilfesuchenden steigt und die Lebensmittelspenden rückläufig sind, stehen die Tafeln vor großen Herausforderungen. Laut einem Fachgespräch im Deutschen Bundestag gibt es zwischen 1,6 und 2 Millionen Menschen, die von den Tafeln profitieren. Dabei wird deutlich, dass die Tafeln nicht nur Lebensmittel bereitstellen, sondern auch wichtige soziale Dienstleistungen erbringen, wie Beratung in Ernährungsfragen und Angebote für soziale Teilhabe.
Forderungen für die Zukunft
Die Tafel Deutschland hat sich ebenfalls dafür ausgesprochen, die Rahmenbedingungen für die Ehrenamtlichen zu verbessern und ihre Wertschätzung zu steigern. Dazu zählt unter anderem die Schaffung von mehr hauptamtlichen Stellen und die Reduzierung des administrativen Aufwands. Es liegt auf der Hand, dass eine starke Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit notwendig ist, um die wertvolle Arbeit der Tafeln auch in Zukunft sicherstellen zu können.
Die aktuellen Bemühungen und der große Einsatz der Schüler des St.-Georg-Gymnasiums sind ein eindrucksvolles Beispiel für das Potenzial der Gemeinschaft, Notlagen zu lindern und anderen zu helfen. In einer Zeit, in der Solidarität wichtiger ist denn je, zeigen diese jungen Menschen, dass jeder Beitrag zählt und dass das Engagement für andere große Wirkung entfalten kann.