Böller-Boom in Hamburg: Feuerwerk-Verkauf startet mit Rekorden!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Feuerwerksverkauf in Hamburg startet am 29. Dezember 2025. Rekordimporte und Sicherheitsdiskussionen prägen die Debatte.

Feuerwerksverkauf in Hamburg startet am 29. Dezember 2025. Rekordimporte und Sicherheitsdiskussionen prägen die Debatte.
Feuerwerksverkauf in Hamburg startet am 29. Dezember 2025. Rekordimporte und Sicherheitsdiskussionen prägen die Debatte.

Böller-Boom in Hamburg: Feuerwerk-Verkauf startet mit Rekorden!

Der Countdown in Hamburg läuft! Ab dem 29. Dezember 2025 sind Feuerwerkskörper in der Hansestadt wieder erhältlich. Die Hersteller sind optimistisch und rechnen mit einem Verkaufsrekord. Um diesem Trend Rechnung zu tragen, haben sie ihr Angebot signifikant erweitert. Die Vorfreude auf die Silvesternacht treibt die Nachfrage nach Kracher und Raketen hoch, was laut NDR auf den ersten Blick vielversprechend aussieht.

Spannende Zahlen gibt es auch aus dem Importbereich. Von Januar bis September diesen Jahres wurden in Deutschland über 42.400 Tonnen Feuerwerkskörper importiert. Das spricht für einen bemerkenswerten Anstieg von 62,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie auf destatis.de zu lesen ist. Ein Rekordwert, der sogar das Niveau vor der Corona-Pandemie übersteigt, als nur 29.800 Tonnen importiert wurden.

Der Einfluss von China

Ein erheblicher Teil dieser Feuerwerkskörper stammt aus China. Tatsächlich sind 98 Prozent der importierten Produkte chinesischer Herkunft, der Trend, der sich seit zwei Jahrzehnten festigt. Dies hat zur Folge, dass der Export von deutschen Feuerwerkskörpern erhebliche Rückgänge verzeichnet. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden gerade mal 671 Tonnen exportiert, was einem Rückgang von 28,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zeit berichtet von einer klaren Dominanz der Importe und den Herausforderungen, die sich daraus ergeben.

Hierbei sollte auch die Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden: Das CE-Zeichen ist unerlässlich, um die Einhaltung von Sicherheitsstandards zu gewährleisten, während gleichzeitig der Hamburger Zoll immer wieder illegale Böller aus Polen sicherstellt. Ein ernster Vorfall in diesem Zusammenhang ereignete sich kürzlich, als ein Jugendlicher in Niendorf durch unsachgemäßen Gebrauch von Böllern schwer verletzt wurde. Der Präsident der Ärzte fordert daher ein Verbot von privaten Böllern.

Umwelt- und Tierschutz

Die Debatte um Feuerwerke in Deutschland wird auch durch Sicherheits- und Umweltschutzaspekte angeheizt. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung rät dazu, Feuerwerk aus dem Vorjahr nicht zu zünden, während Tierschützer auf die negativen Effekte von Feuerwerkskörpern auf unsere vierbeinigen Freunde hinweisen. Die Lautstärke und die Lichtblitze erzeugen nicht nur Freude, sondern auch Panik bei vielen Haustieren.

Apropos Sicherheit: Böllern ist nur in der Silvesternacht zwischen 18 Uhr und 1 Uhr erlaubt und sollte in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern und Seniorenheimen unterlassen werden. Feriengebiete wie die Binnenalster und der Rathausmarkt unterliegen zusätzlich kompletten Verboten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussionen um mögliche Feuerwerksverbote weiterentwickeln, unterstützt von der Gewerkschaft der Polizei.

Für alle, die das Spektakel lieber aus sicherer Entfernung beobachten wollen, findet am Chicagokai im Hafen ein offizielles Feuerwerk statt, bei dem man unbeschwert zuschauen kann. Für die, die etwas Gutes tun möchten, ruft die Diakonie unter dem Motto „Brot statt Böller“ zu Spenden auf. So kann die Silvesternacht nicht nur feierlich, sondern auch sozial verantwortlich gestaltet werden.