Wohnen wird teurer: Mieten und Immobilienpreise 2026 auf Rekordhöhe!
Immobilienpreise steigen bis 2026, der Wohnraumbedarf wächst in Deutschland. Mieten und Baukosten bleiben hoch.

Wohnen wird teurer: Mieten und Immobilienpreise 2026 auf Rekordhöhe!
In der Hansestadt Hamburg und vielen anderen Metropolregionen Deutschlands spitzt sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiter zu. Wie die MOPO berichtet, werden die Immobilienpreise erneut anziehen, insbesondere in den großen Städten. Der Druck auf die Mieten bleibt hoch, und kurzfristige Verbesserungen sind nicht in Sicht. Diese Entwicklung hat viele Hintergründe, die sowohl demografische Trends als auch wirtschaftliche Faktoren umfassen.
Ein entscheidender Punkt ist das knappe Angebot an Wohnraum, das durch steigende Baukosten und Zinsen noch weiter belastet wird. Der Wirtschaftsexperte Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft schätzt, dass die Preise bis 2026 moderat um 3 bis 4 Prozent steigen werden. Zunehmend lebt es sich in Deutschland in Einpersonenhaushalten, was den Wohnraumbedarf zusätzlich erhöht. Der Anteil der Einpersonenhaushalte könnte bis 2045 auf erstaunliche 44 Prozent steigen, während die durchschnittliche Größe eines Haushalts derzeit bei 2 Personen liegt.
Marktlage und Preistrends
Aktuell stehen rund 1,7 Millionen Wohnungen in Deutschland leer, vorwiegend auf dem Land. In den Metropolen jedoch ist der Wohnungsmarkt stark umkämpft, und jedes Jahr zieht es viele junge Menschen in die Städte. Umso alarmierender ist es, dass die Mieten im Jahr 2025 bundesweit um 4 Prozent gestiegen sind, und in großen Städten sogar bis zu 8 Prozent. Hoch im Kurs stehen auch die Neubauten, jedoch hemmen hohe Grunderwerbsteuern von 3,5 bis 6,5 Prozent und die Kosten für Grundbucheintrag und Notar viele Immobilienkäufe.
Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass das Nettovermögen eines typischen Mieterhaushalts bei 22.300 Euro liegt. Die Bevölkerung in Deutschland wächst und könnte bis Ende 2024 etwa 83,6 Millionen Menschen erreichen. Daraus folgt eine Nettozuwanderung von jährlich rund 600.000 Personen in den letzten zehn Jahren, was den Druck auf den Wohnungsmarkt zusätzlich verstärkt.
Herausforderungen beim Bau
Die Bauzinsen liegen derzeit bei etwa 3,7 Prozent, und es gibt keine wesentliche Entlastung in Sicht. Der Finanzdienstleister Dr. Klein prognostiziert Zinsen zwischen 3,5 und 4,0 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2026. Dies wird unterstützt durch eine steigende Staatsverschuldung, die auch zu höheren Zinsen für Bundesanleihen führt. Wenn wir uns die Neubauprojekte anschauen, so wird geschätzt, dass im Jahr 2024 rund 235.000 Wohnungen und 215.000 Wohnungen im Jahr 2026 errichtet werden. Dabei wird geschätzt, dass jährlich etwa 320.000 neue Wohnungen benötigt werden, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
Doch es gibt auch positive Nachrichten: Die Stimmung im Wohnbau hat sich verbessert, und die Zahl der Baugenehmigungen steigt. Diese Entwicklung könnte ein Lichtblick sein in der angespannten Marktlage.
Wie die Statistikseite des Bundes verdeutlicht, zeigen die Baupreisindizes, dass die Erzeugerpreise für das Baugewerbe aufgrund steigender Einkaufspreise der Unternehmen steigen. Dies spiegelt sowohl Material- als auch Lohnkosten wider, und die Entwicklung dieser Preise ist entscheidend für die Berechnung der Kosten von Neubauten.
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt erfordert schnelles Handeln seitens der Politik und der Bauwirtschaft. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Herausforderungen bald gemeistert werden und allen Hamburger:innen ein zukunftsfähiger Wohnraum geboten werden kann.