Razzia in Hamburg: Polizei schnappte illegalen Feuerwerksring!
Polizei durchsucht Neuallermöhe und umliegende Gebiete. Mehrere Hundert Kilogramm illegale Pyrotechnik sichergestellt.

Razzia in Hamburg: Polizei schnappte illegalen Feuerwerksring!
In Hamburg und Schleswig-Holstein ist die Polizei derzeit verstärkt im Einsatz, um illegale Pyrotechnik aus dem Verkehr zu ziehen. Dies ist in den letzten Tagen zu einem bedeutenden Schwerpunktthema geworden, nicht zuletzt wegen eines bedauerlichen Vorfalls vor zwei Wochen, bei dem ein 15-Jähriger in Hamburg-Niendorf durch das vorzeitige Zünden von Böllern schwere Verletzungen erlitten hat. In dieser Woche führte die Polizei zahlreiche Durchsuchungen durch und beschlagnahmte mehrere hundert Kilogramm gefährlicher Knallkörper, die in den falschen Händen eine erhebliche Gefahr darstellen können, wie tagesschau.de berichtet.
Die bisherige Bilanz der Polizei ist erschreckend: Insgesamt wurden in mehreren Einsätzen vom 13. bis zum 22. Dezember 2025 14 Objekte durchsucht. Dabei wurden nicht nur illegale Feuerwerkskörper, sondern auch Schreckschusswaffen, Teleskopschlagstöcke und weitere gefährliche Gegenstände sichergestellt. Allein bei einem Durchsuchungseinsatz in Bargfeld-Stegen und Itzstedt kamen rund 450 Kilogramm illegales Feuerwerk zusammen, darunter hochexplosive „Polenböller“, die durch mangelhafte Verarbeitung und den Einsatz von Industriesprengstoffen als extrem gefährlich gelten, wie die Bundespolizei hervorhebt.
Festnahmen und Ermittlungsergebnisse
Die Zivilfahnder zeigten sich auf der Hut und konnten mehrere mutmaßliche Verkäufer und Ankäufer festnehmen. Zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren und ein 19-Jähriger aus Hamburg-Billstedt stehen im Verdacht, illegalen Pyrotechnik verkauft zu haben. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 19-Jährige bereits seit Sommer 2025 aktiv Feuerwerk über Messengerdienste veräußert hat. Bei seinen Durchsuchungen wurden auch 30 Kartons mit etwa 40.000 „DumBum 5G“-Knallkörpern sowie rund 8.000 Euro Bargeld sichergestellt, berichtet news.de.
Ein besonders alarmierender Aspekt dieser Ermittlungen ist die Verbindung zwischen illegalem Feuerwerk und Gewalttaten. Im Rahmen der Überprüfungen in Steilshoop und Wilhelmsburg zeigen die polizeilichen Maßnahmen, dass die Unterkünfte der Tatverdächtigen nicht nur als Verkaufsort, sondern auch als Waffenlager dienten. Hier fanden sich nicht nur verbotene Feuerwerkskörper, sondern auch Schreckschusswaffen und Vermummungsmaterialien.
Sicherheitsrisiken und Prävention
Die Polizei appelliert eindringlich an die Bürger: Der Kauf und die Verwendung von Feuerwerkskörpern, die nicht über die entsprechenden Genehmigungen verfügen, sind nicht nur illegal, sondern auch extrem gefährlich. Mangelnde Verarbeitung und die Verwendung von verbotenen Stoffen können zu schweren Verletzungen führen. Es wird empfohlen, nur zugelassene Produkte aus legalen Verkaufsstellen zu erwerben und auf das CE-Zeichen zu achten. Besonders hervorzuheben ist, dass Feuerwerkskörper ohne nachvollziehbare Herkunft und die richtigen Kennzeichnungen nicht verwendet werden sollten. Die Einfuhr und der Besitz nicht zugelassener Feuerwerkskörper können zu Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren führen, so die Bundespolizei.
Obwohl die Ermittlungen noch andauern, ist klar, dass die Polizei entschlossen gegen den illegalen Handel mit Pyrotechnik vorgeht. Die Anwohner in Hamburg und Umgebung sind aufgerufen, wachsam zu sein und verdächtige Aktivitäten umgehend zu melden. Der Schutz der Bürger hat oberste Priorität – vor allem in der bevorstehenden Silvesternacht, in der der Einsatz von legalen Feuerwerkskörpern unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften höchste Priorität haben sollte.