Ottensen wird zum autoarmen Vorzeigebezirk – So geht es weiter!
Altona plant 2026 die Umsetzung autoarmer Quartiere. Bürgerbeteiligung und Verkehrskonzepte fördern Aufenthaltsqualität.

Ottensen wird zum autoarmen Vorzeigebezirk – So geht es weiter!
In Ottensen, einem Stadtteil Hamburgs, hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Zu Beginn des Jahres 2025 rückte die Freiraumplanung in den Fokus, mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und den öffentlichen Raum neu zu gestalten. Dabei standen Themen wie Begrünung, die Auswahl nachhaltiger Materialien und die Ausstattung mit städtischem Mobiliar wie Bänken und Fahrradbügeln im Vordergrund. Laut der Bezirkspolitik hamburg.de wurde dies durch eine Ideenwerkstatt am 27. März 2025 unterstützt, bei der 20 Bürger*innen an der Planung mitwirken konnten. Zudem beteiligten sich knapp 1.000 Menschen an einer Online-Umfrage, die die Meinungsbildung förderte.
Im Verlauf des Jahres fanden zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter die Präsentation „Von der Idee zum Quartier“ am 27. September mit über 300 Teilnehmern. Hier wurden die nächsten Schritte vorgestellt, wodurch die Vorbereitungen für den anstehenden Straßenumbau Fahrt aufnahmen. Es wurde auch eine Infosäule in der Ottenser Hauptstraße installiert, die über das Projekt und den Beteiligungsprozess informiert. Besonders für die ansässigen Gewerbetreibenden gibt es ein Teilkonzept, das den Wirtschaftsverkehr unterstützen soll.
Regelungen für den Verkehrsfluss
Ein zentrales Element der Planung waren die Zufahrtsregelungen, die am 14. August 2025 beschlossen wurden. Der Lieferverkehr in den Kerngebieten des Stadtteils ist nun Montag bis Freitag von 6:00 bis 12:00 Uhr und von 17:00 bis 18:00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 6:00 bis 11:00 Uhr erlaubt. Anlieger dürfen die Gebiete jeden Tag zwischen 8:00 und 10:00 Uhr sowie erneut von 17:00 bis 18:00 Uhr befahren. Doch nicht nur diese neuen Regeln stellen eine Herausforderung dar, sondern auch die Umsetzung der Westschleife gestaltet sich schwierig. Interne Hürden müssen geklärt werden, und intensive Abstimmungen mit verschiedenen Leitungsträgern sind notwendig.
Ein Schulprojekt zur kreativen Nutzung der Parkplätze entlang der Westschleife wurde vom Projektbeirat initiiert. Es eignet sich hervorragend, um die Aufenthaltsqualität weiter zu fördern. Die Planungen sehen für April 2026 den Baubeginn im Süden der Bahrenfelder Straße vor. Die Anwohner müssen sich dabei auf einige Belastungen durch die Bauarbeiten einstellen, besonders da auch bereits bestehende Baustellen die aktuelle Situation beeinflussen.
Autoarmes Quartier und nachhaltige Mobilität
2026 wird das Jahr der sichtbaren Veränderungen im autoarmen Quartier sein. Der Ansatz, eine stärkere Integration von Arbeiten, Wohnen und Freizeit in neu gestalteten Wohngebieten zu fördern, hat sich als Schlüssel zur Reduzierung des Verkehrsaufwands erwiesen. Dies wird durch die positiven Erfahrungen aus der Lockdownphase unterstützt, in der das Zufußgehen und Radfahren stark in den Vordergrund traten, während der individuelle PKW-Gebrauch stark zurückging. Laut den Erkenntnissen der Initiative zur **nachhaltigen Mobilität** zukunft-nachhaltige-mobilitaet.de zeigen sich hier signifikante Effizienzgewinne durch einen Umstieg von privaten Autos auf multimodale Mobilitätsangebote.
Das Projekt „Autoreduzierte Quartiere“ in München fördert unterdessen ebenfalls nachhaltige Mobilität und testet innovative Lösungsansätze, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und den Verkehr zu reduzieren. Der Fokus liegt auf der Schaffung von Grünflächen und der Erhöhung der sozialen Interaktion unter den Anwohner*innen. Diese Konzepte könnten als Vorbild für Hamburger Viertel dienen, wo ähnliche Ziele verfolgt werden, schließlich strebt auch München bis 2035 Klimaneutralität an. unser.muenchen.de liefert hierzu umfassende Einblicke und Ergebnisse der Mobilitätsforschung.
Abschließend bleibt festzustellen, dass die planerischen Maßnahmen in Ottensen nicht nur zur Verbesserung der Lebensqualität der Anwohner beitragen, sondern auch einen bedeutsamen Schritt in Richtung einer umweltfreundlicheren Mobilität darstellen und somit zukunftsweisend sind.