Parkplatz-Moratorium in Hamburg: Bauprojekte stehen still!
In Hamburg-Nord stoppen Parkplatz-Moratorium Bauprojekte, um Parkplätze bis Ende 2026 zu sichern. Aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen.

Parkplatz-Moratorium in Hamburg: Bauprojekte stehen still!
In Hamburg sorgt das bestehende Parkplatz-Moratorium für Aufregung – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Aktuell sind mehrere Straßenumbauten gestoppt, da sich der rot-grüne Senat verpflichtet hat, den Verlust von Parkplätzen zu verhindern. Das Moratorium bleibt bis zur Fertigstellung des „Masterplans Parken“ in Kraft, der voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein soll. So berichtet NDR, dass bereits über 500 Parkplätze weniger abgebaut wurden, als ursprünglich geplant.
In den betroffenen Bezirken Nord ruhen momentan fünf Bauprojekte, darunter die Radroute an der Poppenhusenstraße in Barmbek-Nord und der Umbau des Gehwegs in der Oberschlesischen Straße in Dulsberg. Für das Jahr 2026 stehen in diesen Gebieten knapp neun Millionen Euro für Bauarbeiten zur Verfügung, doch die Unsicherheit um das Moratorium sorgt dafür, dass viele Projekte auf Eis liegen. Die Volt-Fraktion im Bezirk Nord kritisiert die Anordnung, da sie den Ausbau von Rad- und Fußwegen als behindert ansieht.
Mehr als 400 Parkplätze gerettet
Ein echter Lichtblick ist jedoch die Nachricht, dass durch das Moratorium mittlerweile mehr als 400 Parkplätze in der Stadt erhalten bleiben konnten. Laut einer Überprüfung wurden 50 Straßenbaumaßnahmen umgeplant, um den benötigten Parkraum langfristig zu sichern. Hintergrund ist das im Koalitionsvertrag vereinbarte Parkraum-Moratorium, das alle Straßenbaumaßnahmen betrifft, die Parkplätze im öffentlichen Raum gefährden könnten, berichtet SPD Hamburg.
Der „Masterplan Parken“ hat zum Ziel, eine systematische Erfassung der privaten Kraftfahrzeuge und der verfügbaren Stellplätze vorzunehmen. Damit soll ein Überblick über das Parkraumangebot geschaffen werden, um den ruhenden Verkehr gezielt zu organisieren. Dabei wird auch ein Stellplatzschlüssel für Neubauten festgelegt, was für die zukünftige Stadtentwicklung von großer Bedeutung ist. Die Diskussion um die Ziele und Anforderungen des Masterplans war unter anderem Thema bei einer Veranstaltung, an der Fachleute aus verschiedenen Bereichen teilnahmen, so VSVI Hamburg.
Öffentliche Toiletten im Bezirk Nord
Ein weiteres Thema, das derzeit im Bezirk Nord besprochen wird, ist der Wunsch nach mehr öffentlichen Toiletten. Dies zeigt, dass neben der Parkplatzfrage auch weitere Infrastrukturmaßnahmen dringend benötigt werden. Die Herausforderungen der Mobilitätswende und der Verkehrspolitik treffen auf zahlreiche Bedürfnisse der Hamburgerinnen und Hamburger, die in der Diskussion um den „Masterplan Parken“ und andere Bauprojekte immer wieder auf den Tisch kommen.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie sich die Situation hinsichtlich der Parkplatzsituation und der notwendiger Bauprojekte entwickeln wird. Eines ist sicher: Die Diskussion über den Platz in der Stadt wird uns weiterhin beschäftigen.