Hamburgs Olympia-Träume: Widerstand wächst – Erneute Bewerbung in Gefahr!

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Hamburgs Olympia-Bewerbung 2025 steht im Fokus: Widerstand wächst, Bürgerdialoge laufen, doch die Bundesregierung unterstützt.

Hamburgs Olympia-Bewerbung 2025 steht im Fokus: Widerstand wächst, Bürgerdialoge laufen, doch die Bundesregierung unterstützt.
Hamburgs Olympia-Bewerbung 2025 steht im Fokus: Widerstand wächst, Bürgerdialoge laufen, doch die Bundesregierung unterstützt.

Hamburgs Olympia-Träume: Widerstand wächst – Erneute Bewerbung in Gefahr!

Am 29. November 2015 gab es in Hamburg eine Abstimmung, die in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Die Stadt wollte sich um die Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben, doch am Ende stimmten nur 48 % der Bürger für die Bewerbung. Das Ergebnis war ein Schock für die Befürworter, vor allem angesichts der Umfragen im Vorfeld, die zeigten, dass 63 % der Hamburger die Pläne unterstützten. Letztlich wurde die Bewerbung mit 51,6 % der Stimmen abgelehnt und die Stimmbeteiligung lag bei 50,2 % – ein historisches Plebiszit, das als erste direktdemokratische Abstimmung in Hamburg gilt. NDR und Wikipedia beleuchten die Hintergründe und Auswirkungen jener Abstimmung.

Die Entscheidung fiel in einem politisch spannungsgeladenen Umfeld. Während die Bewerbung von zahlreichen Parteien, darunter SPD, CDU, Grüne, AfD und FDP sowie dem Hamburger SV, aktiv unterstützt wurde, gab es auch eine gut organisierte Opposition. Die Linke und die Initiative „Jugend gegen Olympia“ kritisierten die Pläne vehement, aus Angst vor negativen Auswirkungen auf die Lebensqualität der Stadt, Gentrifizierung und steigende Mieten. Darüber hinaus sorgten äußere Faktoren wie die Flüchtlingssituation 2015 und die schnell steigenden Kosten anderer Projekte für zusätzliche Skepsis bei den Wählern.

Ein neuer Versuch?

Nun, fast zehn Jahre nach der Niederlage im Referendum, sieht sich Hamburg erneut einer Olympia-Bewerbung gegenüber. Der Widerstand ist erneut gewachsen – insbesondere vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der die Bewerbung vehement ablehnt. Der BUND warnt vor negativen Folgen für Mensch, Natur, Klima und Stadtentwicklung. Für den kommenden 29. November 2025 ist bereits eine Protestaktion am Jungfernstieg geplant, um gegen diese neue Initiative zu demonstrieren.

Die Initiative „NOlympia“ hat sich ebenfalls wieder aktiviert und mobilisiert gegen die Bewerbung. Zur Einbeziehung der Bevölkerung fanden Bürgerdialoge in allen sieben Bezirken Hamburgs statt. Außerdem läuft eine Online-Befragung noch bis Mitte Dezember 2025, um die Meinungen der Bürger einzuholen. Erste Ergebnisse sind bereits vielversprechend für die Gegner der Bewerbung: Laut einer nicht repräsentativen Umfrage stehen 60 % der Befragten der Bewerbung skeptisch gegenüber.

Unterstützung und Druck

Erstaunlicherweise hat die Bundesregierung ihre Unterstützung für eine deutsche Olympia-Bewerbung ganz klar zugesagt. Eine Vereinbarung zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Bewerbern steht kurz vor der Unterzeichnung. Zudem hat München bereits für seine eigene Olympia-Bewerbung gestimmt, was weiteren Druck auf die anderen Städte ausübt, aktiv zu werden. Trotz dieser Rückenwind bleibt die Skepsis in der Hamburger Bevölkerung groß, und die bevorstehenden Proteste zeigen, dass das Thema ein äußerst heißes Eisen bleibt.

Die Hamburger sind also wieder gefordert, sich mit den Möglichkeiten und Risiken einer Olympiabewerbung auseinanderzusetzen. Dabei bleibt abzuwarten, ob die Stadt aus den Erfahrungen von 2015 gelernt hat und ob sich der Widerstand in den kommenden Monaten verstärken oder vielleicht sogar abschwächen wird. Fakt ist, dass sich Hamburg in einer entscheidenden Phase befindet – da liegt was an!