Pendlerfrust in Tornesch: Nordbahn-Chaos sorgt für riesige Probleme!
Pendler in Tornesch klagen über Zugausfälle und unzureichende Anbindungen an Hamburg-Altona nach fahrplanbedingten Änderungen.

Pendlerfrust in Tornesch: Nordbahn-Chaos sorgt für riesige Probleme!
Die neue Situation für Pendler in Tornesch könnte kaum frustrierender sein. Immer wieder berichten betroffene Fahrgäste von massiven Problemen im Regionalverkehr. So schildert die Pendlerin Susanne Ossowski, dass sie am Montagabend in Pinneberg ankam, nur um festzustellen, dass ihr Zug 30 Sekunden zu früh abfuhr, während sie auf die S-Bahn aus Altona wartete. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als 24 Minuten in der Kälte auf die nächste Nordbahn zu warten. Die Missstände sind ein deutliches Zeichen für die chaotischen Zustände im Bahnverkehr, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Fahrplanänderungen seit dem 14. Dezember, die eine drastische Reduzierung der Halte der Regionalbahnen RB61 und RB71 in Hamburg-Altona zur Folge hatten.
Wie die Bürgerinitiative „Starke Schiene“ feststellt, wurde in Tornesch die Anzahl der Halte von elf auf fünf pro Strecke reduziert, was angesichts einer Großbaustelle, die erst für 2029 geplant ist, besonders absurd erscheint. Gerd Quast von der Initiative kritisiert die Kürzungen und sieht keinerlei nachvollziehbaren Grund für diese Maßnahmen. „Die neuen Fahrzeiten sind für Pendler einfach unpraktisch,“ ist auch Gisela Hüllmann, die Sprecherin der Initiative, überzeugt. Ihr Engagement für Verbesserungen im Bahnverkehr zeigt, dass das Thema auch nach Jahren noch hoch im Kurs steht.
Weitere Einschränkungen im Bahnverkehr
Doch die Probleme enden nicht in Tornesch. In Schleswig-Holstein sind im Dezember 2025 zahlreiche Zugausfälle, Schienenersatzverkehr und Fahrplanänderungen bei der Deutschen Bahn, Erixx und Nordbahn zu verzeichnen. Vor allem abends und nachts müssen Fahrgäste mit Einschränkungen rechnen. Die Generalsanierung der Strecke Hamburg – Büchen – Berlin, die bis zum 30. April 2026 andauern wird, führt dazu, dass die Strecke vollständig für den Zugverkehr gesperrt ist. Fernverkehrszüge werden umgeleitet, während im Regionalverkehr zwischen Hamburg und Berlin Busse den Zugverkehr ersetzen.
Zusätzlich tangiert die Nordbahn die Strecke zwischen Hamburg und Wrist/Itzehoe, wo ebenfalls Ausfälle und Fahrplanabweichungen zu verzeichnen sind, besonders in den Nachtstunden und am frühen Morgen. Auch die AKN verzeichnet zahlreiche Zugausfälle im südlichen Schleswig-Holstein, was das Pendeln erheblich erschwert. Im weiteren Verlauf des nächsten Jahres sieht es nicht besser aus: Bis zum zweiten Quartal 2026 wird es unter anderem massive Einschränkungen auf der Strecke Kiel – Lübeck – Lüneburg geben, wo alle Züge zwischen Mölln und Lauenburg (Elbe) entfallen.
Was bedeutet das für Pendler?
Die Rückmeldungen von Pendlern sind durchwegs unzufrieden. Viele sind verunsichert und wissen oft nicht, welche Transportmittel nun zur Verfügung stehen oder wie sie ihre Wege anpassen sollen. Praktische Informationen über aktuelle Änderungen können Pendler auf der Homepage der Nordbahn oder über das Servicetelefon (040) 303 97 73 33 erhalten. Auch die Deutsche Bahn App ist eine gute Anlaufstelle für in Echtzeit verfügbare Informationen.
Insgesamt deutet die aktuelle Lage auf eine Serie von Herausforderungen hin, die nicht nur die Pendler verärgert, sondern auch das gesamte öffentliche Verkehrssystem in Schleswig-Holstein bis weit ins Jahr 2026 hinein betreffen könnten. Die Situation in Tornesch ist damit Teil eines größeren Problems im regionalen Bahnverkehr, das nicht übersehen werden sollte.
Das Pendeln könnte also für viele zum Geduldsspiel werden. Die Stimmen der Pendler sind unmissverständlich: Hier muss sich schnellstens etwas ändern, um den Geschäftsreisenden und Arbeitnehmern den Alltag zu erleichtern. Die Bürgerinitiative „Starke Schiene“ bleibt weiterhin ein wichtiger Akteur im Kampf um bessere Verkehrsbedingungen und eine verlässliche Infrastruktur.
Für alle, die über die aktuelle Situation auf dem Laufenden bleiben möchten, hält die Deutsche Bahn zahlreiche Informationen bereit, die helfen, die oft chaotische Lage im Eisenbahnverkehr besser zu bewältigen.