Vom Bunker zur grünen Oase: Hamburgs Flakturm IV verzaubert Gäste!

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Entdecken Sie die Geschichte des Flakturms IV in Hamburg: vom Bunker der Nazis zum urbanen Kulturzentrum und grünen Erlebnisraum.

Entdecken Sie die Geschichte des Flakturms IV in Hamburg: vom Bunker der Nazis zum urbanen Kulturzentrum und grünen Erlebnisraum.
Entdecken Sie die Geschichte des Flakturms IV in Hamburg: vom Bunker der Nazis zum urbanen Kulturzentrum und grünen Erlebnisraum.

Vom Bunker zur grünen Oase: Hamburgs Flakturm IV verzaubert Gäste!

Ein Stück Geschichte, das den Wandel in Hamburg prägt: Der Flakturm IV, ein ehemaliger Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, hat sich in den letzten Jahren zu einer urbanen Oase entwickelt. Einst ein Symbol der Zwangsarbeit und des Krieges, bietet der Hochbunker an der Feldstraße in St. Pauli heute nicht nur einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit, sondern auch ein modernes Erlebnis für die Hamburger und ihre Besucher.

Erbaut wurde der Flakturm IV 1942 in einem gewaltigen Kraftakt, bei dem rund eintausend Zwangsarbeiter in weniger als 300 Tagen an seiner Errichtung arbeiteten. Mit einer Grundfläche von 75 mal 75 Metern und einer beeindruckenden Wandstärke von 3,5 Metern war der Bunker für bis zu 18.000 Menschen ausgelegt, während bei Luftangriffen sogar bis zu 25.000 Menschen Schutz suchten. Ziel der Konstruktion war es, der Bevölkerung während der Luftangriffe auf Hamburg, die im Krieg eine strategisch wichtige Rolle spielte, ein sicheres Refugium zu bieten. Wikipedia berichtet, dass die Flaktürme, die auf Befehl von Adolf Hitler entstanden, zwar militärische Anforderungen nur teilweise erfüllten, aber dennoch als schützende Unterkünfte für die Zivilbevölkerung erfolgreich waren.

Von der Dunkelheit ins Licht

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand eine Sprengung des Bunkers im Raum, doch aufgrund seiner Nutzung als Notunterkunft wurde dieser Plan nicht umgesetzt. Bis in die 1990er Jahre hinein wurde der Hochbunker zivil genutzt, ehe er 1990 zum Medienzentrum umgebaut wurde. Im Jahr 1999 eröffnete der Club J’s im Medienzentrum, der jedoch nur zwei Jahre später wieder schließen musste. 2006 öffnete schließlich der Club Uebel & Gefährlich seine Pforten, der seitdem mehrfach als Hamburger Club des Jahres ausgezeichnet wurde. Bekannt für Bunker-Raves und elektronische Partys, zieht der Club zahlreiche Nachtschwärmer und Musikliebhaber an. Esquire berichtet über die verschiedenen Veranstaltungen, die dort stattfinden, wie Konzerte, Lesungen und natürlich die legendären Partys unter dem Motto „Oben Unten Alles“.

Doch das ist noch nicht alles: Im Juli 2024 wurde die moderne Umgestaltung des Flakturms mit der Eröffnung des neuen „Grünen Bunkers“ gefeiert. Der Umbau, der etwa 60 Millionen Euro gekostet hat, schuf eine grüne Oase im urbanen Raum. Täglich strömen rund 4.000 Besucher zu dem Gebäude, das nicht nur Hamburger, sondern auch internationale Touristen anzieht. Discover Germany erklärt die interessante Verwandlung und hebt den Dachgarten hervor, der mit rund 23.000 Pflanzen bepflanzt ist und als gemütlicher Gemeinschaftsraum dient. Mit dem integrierten REVERB by Hard Rock Hotel, das 134 Zimmer umfasst, hat der Flakturm IV zusätzlich zu einer Bar, einem Hauptrestaurant, einem Café und einem Rockshop auf sich aufmerksam gemacht.

Hamburgs neues Wahrzeichen

Die Bedeutung des Flakturms IV geht über seine historische Vergangenheit hinaus. Er hat sich zu einem neuen Wahrzeichen Hamburgs entwickelt und zeigt eindrucksvoll, wie man mit Geschichte umgehen und diese kreativ in die Gegenwart integrieren kann. Die Verbindung von Vergangenheit und modernem Leben macht den Bunker zu einem einzigartigen Punkt auf der Landkarte der Hansestadt. Mit freiem Eintritt ist der Zugang zu diesem geschichtsträchtigen Ort für alle Menschen weiterhin gewährleistet. Damit sorgt der Flakturm IV nicht nur für spannende Erlebnisse, sondern auch für einen wertvollen kulturellen Austausch in der Großstadt.