Silvester-Chaos in Hamburg: Zehn Polizisten durch Böller verletzt!
In Steilshoop kam es während der Silvesternacht 2025/2026 zu Krawallen, die Polizei setzte Drohnen und BFE gegen Böller-Chaoten ein.

Silvester-Chaos in Hamburg: Zehn Polizisten durch Böller verletzt!
In Hamburg begann das neue Jahr 2026 mit einer Mischung aus Feststimmung und unliebsamen Vorfällen. Die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel zogen viele Menschen in die Stadt, doch die Silvesternacht war nicht ohne Herausforderungen. Über 25.000 feierten rund um die Reeperbahn, während die Polizei mit einem hohen Aufgebot für Sicherheit sorgte.
Die Polizei verzeichnete in der Silvesternacht von 18 bis 6 Uhr insgesamt 1398 Einsätze, was einem Anstieg von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders herausfordernd war die Lage in Steilshoop, wo Gruppen von Feiernden die Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen. Insgesamt wurden zehn Polizisten verletzt, einer davon konnte nach einem Sturz nicht mehr im Dienst bleiben. Trotz dieser Vorfälle blieb die Bilanz in Hamburg im Großen und Ganzen positiv, wie Bild berichtet.
Friedliches Feiern und heftige Einsätze
Rund um die Landungsbrücken und die Binnenalster feierten mehrere tausend Menschen friedlich. An den Landungsbrücken wurde eine Höchstzahl von über 7.000 Personen registriert. Hier kam es zwar zu einem Vorfall, bei dem pyrotechnische Gegenstände auf Passanten geworfen wurden, jedoch glücklicherweise ohne Verletzte. Als die Polizei die Situation schnell beruhigen konnte, wurde ab 23:30 Uhr der Zugang zu gesperrten Straßen am nördlichen Hafenrand geregelt. Die Mehrheit der Gäste hielt sich von der allgemeinen Verfügung ab, die das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern untersagte, so Presseportal.
Dennoch kam es gegen Mitternacht zu weiteren Tumulten, als Feuerwehrleute beim Löschen von Bränden mit Feuerwerk beschossen wurden, woraufhin die Polizei Pfefferspray einsetzte und mehrere Störer festnahm. Besonders brisant waren auch die Krawalle in Steilshoop, wo die Polizei mit einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit sowie einer Spezialdrohne reagierte, die direkt aus dem Polizeipräsidium gesteuert wurde. Ein neuer Einsatz, der als Premiere gilt, wird als Maßnahme gegen Böller-Chaoten angesehen.
Einsätze der Feuerwehr und Zwischenfälle
Die Feuerwehr war ebenfalls intensiv beschäftigt: Sie rückte insgesamt 1350 Mal aus, darunter 372 Brände, was einem Rückgang von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Allerdings stiegen die Einsätze im Rettungsdienst um 13 Prozent. Während des Einsatzes mussten Feuerwehrkräfte ebenfalls Angriffe durch Feuerwerkskörper über sich ergehen lassen. Die Feuerwehr konnte jedoch schnell und effizient reagieren und die meisten Brände erfolgreich löschen.
In einem angespannten Silvestereinsatz gab es Berichte über Insgesamt fünf tödliche Unfälle durch Böller in verschiedenen Städten Deutschlands, einschließlich Hamburg. Dies schürt die Debatte über ein mögliches Verbot von Feuerwerk, das von der Polizei und Feuerwehr gefordert wird. Dagegen stellt sich der Verband für Pyrotechnik und macht die illegalen Handelspraktiken für die Unfälle verantwortlich, was die Diskussion weiter anheizt, wie Tagesschau anmerkt.
So steht Hamburg nach einem turbulenten und teils riskanten Jahreswechsel vor der Herausforderung, die Sicherheit künftig noch besser zu gewährleisten, während viele Bürger den neuen Jahr zünftig mit guten Vorsätzen begrüßen. Trotz aller Unruhen bleibt der Großteil der Feierlichkeiten friedlich, und der Fokus liegt darauf, das Feiern auch in Zukunft mit einem guten Gefühl zu verbinden.