Fahrradfahren in Blankenese: Wo bleibt der sichere Radweg?

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Blankenese fordert nachhaltige Mobilität: Tempo 30-Zonen, kaum Radwege und geplante Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr.

Blankenese fordert nachhaltige Mobilität: Tempo 30-Zonen, kaum Radwege und geplante Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr.
Blankenese fordert nachhaltige Mobilität: Tempo 30-Zonen, kaum Radwege und geplante Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr.

Fahrradfahren in Blankenese: Wo bleibt der sichere Radweg?

Blankenese hat sich als ein reizvolles Ziel für Fahrradfahrer etabliert, auch wenn es nicht mit klassischen Radwegen glänzt. Laut Kloenschnack ist die Fahrradinfrastruktur in diesem malerischen Stadtteil minimal. Doch hier und da tut sich was: Das Zukunftsforum Blankenese hat sich für eine großflächige Tempo-30-Zone südlich der Blankeneser Landstraße stark gemacht, etwas, das vor allem aufgrund von Sicherheitsbedenken von Schülern des Gymnasiums Blankenese umgesetzt wurde. An der Ecke zur Sibbertstraße, wo zahlreiche Schüler der Bugenhagenschule und des Gymnasiums unterwegs sind, wurden schon erste Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umgesetzt.

Die Kreuzung an der Sibbertstraße wurde umgestaltet, was mit breiteren Gehwegen und angepassten Abbiegeradien einherging. Diese Änderungen sind ein guter Schritt in Richtung sicherer Mobilität für die jungen Verkehrsteilnehmer. Das Zukunftsforum plant, den Dialog mit der Stadtteilschule auch im nächsten Jahr fortzusetzen und die nachhaltige Mobilität als zentrales Thema für ein Kooperationsprojekt zu nutzen.

Fahrradabstellmöglichkeiten und Velorouten

In Blankenese findet man auch eine StadtRad-Station sowie zunehmend mehr Fahrradabstellbügel. Diese Initiative, die teils vom Zukunftsforum ausgeht, zeigt: Es gibt Bestrebungen, das Radfahren hier zu fördern, auch wenn der Weg dahin steinig ist. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der noch nicht realisierte Teil der Veloroute 1, der vom Ende der Godeffroystraße bis zur fünfarmigen Kreuzung führt. Im Bereich Manteuffelstraße und Godeffroystraße sind in naher Zukunft allerdings keine signifikanten Verbesserungen in Sicht.

Fahrradwege in Blankenese stellen oft eine Herausforderung dar, da sie häufig Buszufahrten kreuzen. Ein deutliches Beispiel ist der Bahnhof, wo der Radverkehr über den Gehweg durch den Wartebereich der Bushaltestelle geführt wird. Dies sorgt für sporadische Gefahrensituationen und zeigt, wie viel Handlungsbedarf noch besteht.

Neue Regelungen und Verbesserungen

Die Veränderungen im Verkehrsgeschehen werden auch durch eine aktuelle Novelle der Straßenverkehrsordnung unterstützt. Diese wurde am 5. Juli 2024 vom Bundesrat verabschiedet und ermöglicht es Städten und Gemeinden, nicht nur die Leichtigkeit des Straßenverkehrs, sondern auch Klima- und Umweltschutz sowie die Gesundheit und städtebauliche Entwicklung stärker in ihre Entscheidungen einzubeziehen. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass dadurch kommunale Tempo-30-Zonen einfacher angeordnet werden können, was besonders vor Schulen und Fußgängerüberwegen von Wichtigkeit ist.

Ein weiterer Pluspunkt: Maßnahmen wie Busspuren und Flächen für Fuß- und Fahrradverkehr werden nun einfacher realisierbar. Immerhin haben Städte und Gemeinden jetzt mehr Spielraum, um lebenswertere Straßen zu gestalten. Die Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ hat sich dafür stark gemacht, und das Umweltbundesamt hat schon 2017 die Notwendigkeit solcher Änderungen im Straßenverkehrsrecht untersucht.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Blankenese auf einem guten Weg ist, was die Sicherheit und Erleichterung für Fahrradfahrer angeht, auch wenn noch viele Herausforderungen bestehen bleiben. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge in den kommenden Monaten entwickeln werden.