Oke Göttlich bleibt Präsident: St. Pauli erzielt Rekordgewinne!
Oke Göttlich wurde erneut zum Präsidenten des FC St. Pauli gewählt und plant eine Stadionerweiterung in Hamburg.

Oke Göttlich bleibt Präsident: St. Pauli erzielt Rekordgewinne!
Am 16. November 2025 wurde Oke Göttlich mit einem beeindruckenden Stimmenanteil von 94 Prozent erneut zum Präsidenten des FC St. Pauli gewählt. Diese Wiederwahl fand elf Jahre nach seiner ersten Amtszeit im November 2014 statt und zeugt von dem hohen Vertrauen, das die Mitglieder in ihren Vorsitzenden setzen. Die Mitgliederversammlung, die zu diesem Anlass im Hamburger Audimax stattfand, war gut besucht, und die Stimmung war optimistisch, trotz der sportlichen Herausforderungen, denen sich die Mannschaft gegenübersieht.
Göttlich, der seit 2019 auch Mitglied des DFL-Präsidiums ist und kürzlich zum Vize-Präsidenten des DFB-Präsidiums gewählt wurde, sprach den aktuellen Verantwortlichen, Trainer Alexander Blessin und Sportchef Andreas Bornemann, sein Vertrauen aus. Dies geschieht inmitten einer Serie von sieben Niederlagen in der Bundesliga, was den Zusammenhalt des Vereins umso wichtiger macht. Göttlich betonte, dass die Wiederwahl seine letzte Amtszeit gemäß der Satzung sein wird, was ihm Anlass gibt, noch große Pläne für die Zukunft des Vereins zu schmieden.
Finanzielle Erfolge und Pläne
Der FC St. Pauli kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024/25 zurückblicken, in dem der Verein einen Rekordumsatz von 102,381 Millionen Euro generiert hat und einen Gewinn von rund zwei Millionen Euro erzielte. Diese cifras stellen einen beeindruckenden Anstieg im Vergleich zu den lediglich 188.000 Euro Gewinn im Jahr zuvor dar. Die Verbesserung der finanziellen Lage ist nicht zuletzt dem Bundesliga-Aufstieg und den damit verbundenen höheren Fernsehgeldern zu verdanken.
Ein Teil der Einnahmen fließt in die Stadionerweiterung des Millerntor-Stadions, dessen Kapazität von aktuell 29.546 auf 40.000 bis 50.000 Plätze angehoben werden soll. Die Stadt Hamburg hat bereits ihre Unterstützung für dieses ehrgeizige Projekt zugesagt. Interessanterweise hat die St. Pauli-Genossenschaft die Mehrheit am Stadion übernommen und daraufhin Einnahmen von 29,2 Millionen Euro erzielt. Zudem wurde ein Teil der Gelder verwendet, um das Stadion zu entschulden, während ein weiterer Teil in den Ausbau des Leistungszentrums an der Kollaustraße investiert wird.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Ausblick
Göttlich ist überzeugt, dass der Zusammenhalt im Verein stark ist, trotz der sportlichen Rückschläge. Die Wiederwahl von Göttlich und die Bestätigung von Hanna Obersteller, Luise Gottberg und Jochen Winand als Vize-Präsidentinnen zeigen, dass der Verein auf eine starke Führungsstruktur setzen kann, die auch in schwierigen Zeiten Bestand hat. Seine positive Einstellung und Entschlossenheit sind es, die den Vereinsmitgliedern Hoffnung geben und sie motivieren, an eine erfolgreiche Zukunft zu glauben. Die Entwicklung auf und neben dem Platz zeigt, dass St. Pauli einen langen Atem hat und sich nicht unterkriegen lässt.
Mit all diesen positiven Entwicklungen könnte die in Hamburg gegründete „Kicker-Kultur“ Basis für weitere sportliche und finanzielle Erfolge sein, die nicht nur die Fans erfreuen, sondern auch die gesamte Stadt in ihren Bann ziehen könnten.