125.600 Euro Strafe für FC St. Pauli nach Pyro-Attacke beim Derby

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FC St. Pauli erhielt eine Geldstrafe von 125.600 Euro für unsportliches Verhalten im Derby gegen den HSV.

FC St. Pauli erhielt eine Geldstrafe von 125.600 Euro für unsportliches Verhalten im Derby gegen den HSV.
FC St. Pauli erhielt eine Geldstrafe von 125.600 Euro für unsportliches Verhalten im Derby gegen den HSV.

125.600 Euro Strafe für FC St. Pauli nach Pyro-Attacke beim Derby

Für den FC St. Pauli gibt es nach dem Derby gegen den Hamburger SV am 29. August 2025 eine saftige Strafe vom DFB. Der Verein muss 125.600 Euro berappen, nachdem die Anhänger während des Spiels eine Reihe von pyrotechnischen Gegenständen zündeten. Dies berichtet NDR.

„Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat entschieden, dass das unsportliche Verhalten der Fans bestraft werden muss“, erklärt die Mitteilung des DFB. So wurden beim besagten Derby insgesamt 122 pyrotechnische Gegenstände, darunter 42 Bengalische Feuer, 80 Blinker und sogar eine Rakete abgefeuert. Letztere sorgte dafür, dass der Anpfiff zur zweiten Halbzeit verzögert wurde, was die Strafe zusätzlich verteuerte, weil es zu einem 20-prozentigen Aufschlag kam.

Eigene Sicherheitsmaßnahmen unterstützt

Positiv für den Verein ist, dass er bis zu 41.000 Euro der Strafe für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden darf. Es ist jedoch entscheidend, dass der Nachweis über diese Verwendung bis zum 30. Juni 2026 erbracht wird, sonst bleibt die ganze Summe bei den Verbandskassen. Laut DFB fließt ein Teil der Geldbuße auch in fußballnahe Stiftungen, die mit den Satzungszwecken des DFB übereinstimmen.

Für den FC St. Pauli ist dies nicht der erste Vorfall dieser Art. Im Jahr 2024 hatte der Verein bereits eine Strafe von 104.250 Euro wegen ähnlicher Vorkommen aus einem Derby im Jahr 2023 erhalten. Es zeigt sich, dass organisatorische Probleme rund um die Pyrotechnik keineswegs neu sind und die Sicherheitslage stetig beobachtet werden muss.

Ein umstrittenes Thema

Die Debatte um Pyrotechnik im Fußball bleibt ein heißes Eisen. Viele Fans sehen sie als Teil der Fußballkultur und fordern eine Akzeptanz unter bestimmten Sicherheitsauflagen. Initiativen wie das Pilotprojekt in Norwegen, wo das Abbrennen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erlaubt ist, könnten ein Weg sein, um mit dieser Problematik umzugehen. Diese Entwicklungen werden von Fachleuten aufmerksam beobachtet, da Sportschau berichtet, dass bis jetzt über sieben Millionen Euro an Strafen wegen Pyrotechnik verhängt wurden.

Der DFB steht in der Kritik, da die Strafen sich seit der Saison 2018/2019 verdoppelt haben und die Nutzung von Bengalos unvermindert weitergeht. Soziologin Stephanie Moldenhauer und andere Experten hinterfragen die Effektivität der Strafen und sprechen von einem Umdenken, das nötig ist, um die Probleme rund um die Pyrotechnik anzugehen. Die Meldungen über hohe Strafen und ihre Auswirkungen auf die Klubs, insbesondere in niedrigeren Ligen, machen die Runde. Die Tabelle aktualisiert:

Verein Strafe (Euro)
FC St. Pauli (2024) 104.250
FC St. Pauli (2025) 125.600
Hannover 96 (2 Jahre) 1.200.000

Das Rückspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV findet am 23. Januar 2026 im Millerntor-Stadion statt. Wir dürfen gespannt sein, ob sich die Situation rund um die Pyrotechnik bis dahin verbessert oder ob wir ähnliche Vorfälle wie beim letzten Aufeinandertreffen erleben werden.