Hamburg setzt auf Solarstrom: HVV macht Elektrobusse noch grüner!

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Der HVV plant im Busbetriebshof Billbrook eine Photovoltaikanlage, um den Betrieb von Elektrobusse nachhaltiger zu gestalten.

Der HVV plant im Busbetriebshof Billbrook eine Photovoltaikanlage, um den Betrieb von Elektrobusse nachhaltiger zu gestalten.
Der HVV plant im Busbetriebshof Billbrook eine Photovoltaikanlage, um den Betrieb von Elektrobusse nachhaltiger zu gestalten.

Hamburg setzt auf Solarstrom: HVV macht Elektrobusse noch grüner!

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) setzt auf Nachhaltigkeit und plant, in den kommenden Monaten seine Elektrobusse durch Photovoltaikanlagen noch klimafreundlicher zu betreiben. Zwei solcher Anlagen entstehen an den Busbetriebshöfen in Schenefeld und Billbrook. In Schenefeld sollen rund 1.400 Solarmodule auf einer Pergola installiert werden, die jährlich etwa 570.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das reicht für etwa 1.400 Ladevorgänge von Elektrobussen. „Wir wollen den Betrieb effizienter gestalten und den Anteil an selbst produziertem Strom erhöhen“, erklärte ein HVV-Sprecher.

Am Standort Billbrook wird eine weitere Photovoltaikanlage installiert, die rund 340.000 Kilowattstunden Strom liefern soll, ausreichend für mehr als 800 Ladevorgänge. Diese Maßnahmen sind Teil des zielstrebigen Umbaus der Busflotte, die nicht nur leiser, sondern auch emissionsfrei fahren soll. „Wir machen den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg nachhaltiger“, kann der HVV stolz verkünden.

Der Trend zu Elektrobusse in Deutschland

Übrigens, seit 2018 hat sich die Anzahl der Elektrobusse in Deutschland um das 15-Fache erhöht. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz profitieren 65 geförderte Verkehrsunternehmen in 13 Bundesländern von einer Förderung, die es ihnen ermöglicht, 100% erneuerbaren Strom zu nutzen. Über ihre Lebensdauer hinweg wird geschätzt, dass diese Elektrobusse fast eine Million Tonnen CO2 einsparen werden.

Doch nicht nur die Umwelt profitiert von diesen modernen Verkehrsmitteln. Rund zwei Drittel aller Elektrobusse in Deutschland stammen aus Förderprogrammen und etwa 50% werden von heimischen Herstellern produziert. Dies zeigt, dass nicht nur der Umweltschutz im Fokus steht, sondern auch die heimische Wirtschaft von diesem Trend profitiert.

Technische Details der Elektrobusse

Was steckt eigentlich hinter dem großen Erfolg der Elektrobusse? Diese modernen Fahrzeuge bieten eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern und besitzen eine Batteriekapazität von bis zu 423 kWh. Damit sind sie bestens geeignet für den städtischen Nahverkehr, wo sie den CO2-Ausstoß drastisch reduzieren. Auch die Betriebskosten sind deutlich niedriger – um 54% im Vergleich zu Dieselbussen, wie die Industriezeitschrift berichtet.

Besonders interessant ist auch, dass Elektrobusse über Nacht in 6-8 Stunden komplett aufgeladen werden können. Sicherheitsmerkmale wie Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) und moderne Komfortmerkmale wie WLAN und USB-Ladegeräte sind mittlerweile Standard. Das alles führt zu einem erfreulichen Nebeneffekt: Die Lärmbelastung in den Städten sinkt signifikant.

Durch die klare Ausrichtung auf Elektrobusse zieht es viele Städte, darunter München und Berlin, in die moderne Mobilität. Mit einer geplanten Anschaffung von circa 11.000 Elektrobusse bis 2030 wird der Trend in den nächsten Jahren sicherlich weiter zunehmen. Auch die Deutsche Bahn hat sich vorgenommen, bis 2038 komplett auf Elektrobusse umzusteigen, was noch einmal verdeutlicht, wie sehr der Fokus auf umweltfreundlicher Mobilität liegt.

In Hamburg wird jedenfalls kräftig in die Zukunft investiert, und da bleibt nur zu hoffen, dass diese Entwicklungen auch tatsächlich Früchte tragen. Denn eines ist klar: Ein guter ÖPNV ist das Rückgrat einer jeden Stadt!