Bergedorf verlangt mehr Busse und Taxis für die Vier- und Marschlanden!

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Bergedorfs Bezirksamtsleiterin fordert verbesserten Nahverkehr, insbesondere Busse und Sammeltaxis, für die Vier- und Marschlande.

Bergedorfs Bezirksamtsleiterin fordert verbesserten Nahverkehr, insbesondere Busse und Sammeltaxis, für die Vier- und Marschlande.
Bergedorfs Bezirksamtsleiterin fordert verbesserten Nahverkehr, insbesondere Busse und Sammeltaxis, für die Vier- und Marschlande.

Bergedorf verlangt mehr Busse und Taxis für die Vier- und Marschlanden!

In Hamburgs Vier- und Marschlanden wird der Ruf nach mehr On-Demand-Verkehrsmitteln laut. Bergedorfs Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann setzt sich für eine deutliche Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in dieser Region ein. Besonders abends und nachts könnte der Verkehr erheblich aufgewertet werden, da bereits um 20 Uhr der letzte Bus nach Kirchwerder oder Fünfhausen abfährt. In vielen Gebieten existiert zum Teil gar kein Busverkehr, was die Anwohner:innen unter Druck setzt und sie oft ins Auto zwingt. In Ochsenwerder beispielsweise ist die nächste Haltestelle eine halbe Stunde Fußweg entfernt – da bleibt man lieber im eigenen Fahrzeug sitzen.

Aktuell gibt es zwar einen Anruf-Sammeltaxi-Service, doch der deckt längst nicht alle Ecken der Vier- und Marschlanden ab. Schmidt-Hoffmann fordert deshalb ein flächendeckendes Verkehrsangebot vom HVV, ähnlich wie es in Harburg Realität ist, wo Sammeltaxis bereits auf den gesamten Bezirk ausgeweitet wurden. Der dortige „hop“-Service, betrieben von vhh.mobility, könnte auch für Bergedorf eingeführt werden – allerdings bedarf es dafür eines politischen Beschlusses. Um die Anwohner:innen nicht im Regen stehen zu lassen, wird der „hvv hop“-Service ab Mitte Dezember sein Gebiet erweitern. Fahrgäste mit einer HVV-Fahrkarte oder dem Deutschlandticket können zu einem günstigen Aufpreis von den verbesserten Angeboten profitieren, wie NDR berichtet.

Innovation im Nahverkehr

Seit Januar 2023 sind die On-Demand-Shuttles „hvv hop“ integraler Bestandteil des Nahverkehrs in Hamburg-Harburg. Ein spannendes Projekt, das die Zukunft des Transports in der Hansestadt entscheidend prägen könnte. Dabei wird das Vorhaben „Automatisierung des Hamburger On-Demand-Angebots mit Integration in den ÖPNV“ (AHOI) von der Freien und Hansestadt Hamburg unterstützt. Die Idee dahinter ist, neben dem klassischen Verkehr auch autonome Fahrzeuge in das bestehende System zu integrieren. Umgesetzt werden soll dies mit einer Flotte von 20 autonomen und 28 manuell gesteuerten Fahrzeugen, was AHOI zum ersten On-Demand-Betrieb in Europa mit einer solch gemischten Flotte macht.

Das Projekt läuft bis Ende 2025 und umfasst verschiedene Phasen: vom Betrieb einer manuell gesteuerten Flotte über die Testintegration autonomer Fahrzeuge bis hin zum Betrieb einer voll gemischten Flotte. Das Gesamtvolumen von über 37 Millionen Euro zeigt, wie ernst es Hamburg mit der innovativen Mobilitätswende meint. Partner sind namhafte Institutionen wie die Technische Universität Hamburg und das Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme.

On-Demand-Verkehre als Lösung

In Deutschland erfreuen sich On-Demand-Verkehre wachsender Beliebtheit. Sie ermöglichen es Fahrgästen, individuelle Fahrten per Telefon oder Smartphone-App anzufordern. Ein Algorithmus berechnet dabei die effizienteste Route, wobei Pooling-Optionen für Fahrgäste mit ähnlichen Zielen angeboten werden. Diese Flexibilität ist besonders wertvoll in Gebieten mit geringer Nachfrage oder ländlichen Regionen, wo reguläre Linienbusse oft nicht kostendeckend fahren können.

  • On-Demand-Angebote bieten:
  • Individuelle Fahrtanfragen via App oder Telefon
  • Pooling-Möglichkeiten zur gemeinsamen Fahrten
  • Besseren Zugang zu öffentlichem Verkehr, besonders für mobilitätseingeschränkte Menschen
  • Elektrisch betriebene Fahrzeuge für eine nachhaltigere Mobilität

Zwar gibt es über 80 On-Demand-Projekte in Deutschland, doch viele Angebote stehen aufgrund fehlender Fördermittel auf der Kippe. So fordert der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen zusätzliche staatliche Hilfen, um diese erfolgreichen Verkehrsformen auch in Zukunft flächendeckend anbieten zu können.

Da bleibt zu hoffen, dass auch Hamburg den Schritt in Richtung flächendeckende und bedarfsgerechte Mobilität macht – nicht nur in der Stadt, sondern insbesondere auch in den ländlichen Regionen.