Silvesternacht in Hamburg: Polizei bei 1.398 Einsätzen gefordert!

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In Farmsen-Berne kam es an Silvester 2025 zu einem Hausbrand, mutmaßlich durch Feuerwerk, ohne Verletzte.

In Farmsen-Berne kam es an Silvester 2025 zu einem Hausbrand, mutmaßlich durch Feuerwerk, ohne Verletzte.
In Farmsen-Berne kam es an Silvester 2025 zu einem Hausbrand, mutmaßlich durch Feuerwerk, ohne Verletzte.

Silvesternacht in Hamburg: Polizei bei 1.398 Einsätzen gefordert!

Der Jahreswechsel 2025/2026 brachte in Hamburg eine spürbare Zunahme an Polizeieinsätzen mit sich. In der Silvesternacht musste die Hamburger Polizei insgesamt 1.398 Einsätze verzeichnen – ein Anstieg im Vergleich zu den 1.079 Einsätzen im Vorjahr. Diese Situation spiegelt sich auch in den Ereignissen wider, die sich vor allem in den Stadtteilen Steilshoop und St. Pauli abspielten. Während die Mehrheit der Feiern friedlich verlief, erforderten einige Vorfälle umfangreiche Maßnahmen des Einsatzkräften. Zehn Polizeibeamte wurden während des Einsatzes verletzt, wobei ein Kollege seinen Dienst aufgrund einer Verletzung nicht fortsetzen konnte. Innensenator Andy Grote (SPD) zollte den Einsatzkräften seinen Respekt und wünschte den verletzten Beamten schnelle Genesung.

Bedeutende Veranstaltungen zogen viele Hamburger und Besucher in die Stadt. An den Landungsbrücken feierten über 7.000 Menschen, während die Binnenalster etwa 4.000 Personen anzog. In St. Pauli war das Vergnügungsviertel mit bis zu 25.000 Partygästen hoch frequentiert. Diesen feierlichen Rahmen störten jedoch einige Vorfälle, wie zum Beispiel, dass in Steilshoop Pyrotechnik auf Passanten sowie Einsatzkräfte geworfen wurde, was schließlich zu einem intensiven Eingreifen der Polizei führte. Laut Presseportal beobachteten die Einsatzkräfte auch Gruppen, die gezielt Feuerwerkskörper auf Unbeteiligte abfeuerten. Die Polizei nahm mehrere Personen in Gewahrsam.

Besondere Vorkommnisse

Ein besonders kritischer Vorfall ereignete sich in Lurup, wo Polizisten auf einem Supermarktparkplatz mit Pyrotechnik beschossen wurden. Der mutmaßliche Verursacher wurde sofort festgenommen. Gegen 19:55 Uhr wurde zudem ein Brand eines Einfamilienhauses in Farmsen-Berne gemeldet, der vermutlich durch Feuerwerk ausgelöst wurde, jedoch ohne Verletzte blieb. In weiteren Stadtteilen, wie Harburg und Dulsberg, kam es ebenfalls zu Feuerwerksvorfällen, die Feuerwehrleute und Passanten gefährdeten. In Wilhelmsburg wurde die Feuerwehr mit Feuerwerkskörpern beschossen, während sie einem Brand zu Leibe rückten.

Die Stadt Hamburg zeigte sich dank der verbesserten Sicherheitsvorkehrungen und des nassen Wetters insgesamt zufrieden mit der neuen Entwicklung im Vergleich zu vergangenen Jahren. So sammelten rund 80 Mitarbeiter der Stadtreinigung etwa 16 Tonnen Müll, was drei Tonnen weniger als im Vorjahr ausmachte. Viele Hamburger haben ihren Teil dazu beigetragen, dass Silvester etwas stressfreier und sicherer verlief. Dies berichtet die Stern.

Im bundesweiten Kontext wird jedoch deutlich, dass es auch in anderen deutschen Städten zu schwerwiegenden Vorfällen kam. So meldet Tagesschau, dass in Bielefeld zwei 18-jährige durch selbst gebaute Pyrotechnik tödlich verletzt wurden, während ein 23-Jähriger bei Rostock durch einen explodierten Böller schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. In Berlin, wo ebenfalls über 4.000 Polizisten im Einsatz waren, kam es zu mehreren Auseinandersetzungen und über 420 Festnahmen. Die Vorfälle rund um den Jahreswechsel legen den Finger in die Wunde und fordern eine Diskussion über den verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik und den Schutz der Einsatzkräfte.