Hamburgs Verkehrswende: Massive U- und S-Bahn-Projekte in Sicht!
Hamburg plant bedeutende U- und S-Bahn-Ausbauprojekte bis 2030, um Mobilität für wachsende Bevölkerung zu verbessern.

Hamburgs Verkehrswende: Massive U- und S-Bahn-Projekte in Sicht!
Die Hansestadt Hamburg steht vor einer großen Herausforderung: Mit einem weiteren Bevölkerungszuwachs von rund zwei Millionen Menschen bis Mitte der 2030er Jahre sind die Weichen für die Mobilität der Zukunft gestellt. Der Senat hat daher umfangreiche Ausbauprojekte für das U- und S-Bahn-System ins Leben gerufen. Dies sieht unter anderem den Bau der neuen U5 zwischen Bramfeld und Stellingen vor, die Erweiterungen der U4 in die Horner Geest und nach Wilhelmsburg sowie den neuen S-Bahn-Innenstadttunnel vor. Ziel ist es, die Fahrgastzahl im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) bis 2030 um 50 Prozent im Vergleich zu 2019 zu steigern, so nahverkehrhamburg.de.
Allerdings zeigt sich Verkehrsingenieur Arne Witte skeptisch gegenüber der Realisierbarkeit dieser ehrgeizigen Ziele. Er betont, dass die aktuellen Kapazitäten bereits jetzt an ihre Grenzen stoßen und die Züge oft überfüllt sind. Störungen im Verkehr führen schnell zu einem Kollaps, was das städtische Mobilitätskonzept massiv belasten könnte. Witte sieht darüber hinaus ein großes Potenzial im Busverkehr, der seiner Meinung nach in Hamburg nicht optimal genutzt wird. Das bestehende Busbeschleunigungsprogramm des Senats wird als ineffektiv angesehen.
Die Verkehrslage in Hamburg: Ein Stauchaos
Das Bild der Verkehrssituation in Hamburg ist bereits jetzt düster – lange Staus sind Teil des Alltags, und der öffentliche Nahverkehr leidet unter Überlastung. Die Pünktlichkeitsstatistik zeigt alarmierende Werte: Während die Hochbahn mit 93 Prozent und die VHH mit 88 Prozent gute Werte angeben, werden Verspätungen erst ab einer Dauer von 3 bis 5 Minuten gezählt. Doch trotz dieser Zahlen klagen Busfahrer über Fahrgäste, die bei Staus aussteigen und weiterhin zu Fuß weitergehen.
Ein Beispiel für die unzureichende Situation sind die Metrobuslinien 20 und 25, bei denen trotz baulicher Maßnahmen und Vorrangschaltungen die Geschwindigkeit nicht verbessert werden konnte. Laut Witte sind die Busse nach wie vor langsam, unzuverlässig und oft im Stau. Das führt dazu, dass die Busse einfach nicht die Attraktivität erreichen, die für eine verlässliche Nutzung notwendig wäre.
Umfassende Ausbauprojekte für die Zukunft
Bis 2030 stehen sowohl der Ausbau der Infrastruktur als auch das Konzept „Hamburg-Takt“ an, mit dem alle Hamburger möglichst schnell Zugang zu einem öffentlichen Verkehrsmittel haben sollen. Geplant sind dichte Takte und ein preislich attraktives Angebot, unter anderem durch das neu eingeführte Deutschlandticket, das den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern soll. Die Hamburger Hochbahn AG hat dabei eine zentrale Rolle inne, indem sie neben der U5 auch zahlreiche weitere Projekte umsetzt, um eine spürbare Verbesserung der Mobilität zu gewährleisten.
Die derzeitigen Ausbaupläne sind umfassend: Über 180.000 Bürger sollen durch die neue U-Bahn-Anbindung profitieren, während Integrationen von autonomen On-Demand-Shuttles sowie geteilten Mobilitätslösungen weiterverfolgt werden. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Mobilitätswandel in Hamburg voranzutreiben und die Lebensqualität für die Einwohner zu steigern – eine wichtige Investition in die Zukunft der Stadt, wie hochbahn.de hervorhebt.
Insgesamt wird klar, dass die Mobilitätswende in Hamburg eine Herausforderung darstellt, die nicht alleine durch den Ausbau des Schienennetzes bewältigt werden kann. Es ist Zeit für kreative Lösungen und innovative Ideen, um das Stauchaos der Hansestadt in den Griff zu bekommen und den Hamburgern eine zeitgemäße und komfortable Fortbewegung zu ermöglichen. Hinweise und Anregungen zur Verbesserung der Mobilität können ganz einfach unter schneller-durch-hamburg.de geteilt werden – jeder Beitrag zählt!
Hamburg ist auf dem besten Weg, sich als Vorbild für moderne Mobilität zu positionieren. Dabei ist es wichtig, alle Verkehrsträger sinnvoll zu vernetzen und die Bedürfnisse der Bürger:innen in den Fokus zu stellen, so wie auch hhva.de unterstreicht.