Revolution durch Musik: Premiere des Liederabends im Neustrelitzer Theater!
Erleben Sie den Liederabend „If I Can’t Dance It’s Not My Revolution“ am 9. Januar 2026 im Landestheater Neustrelitz, der die Rolle von Musik in Revolutionen erkundet.

Revolution durch Musik: Premiere des Liederabends im Neustrelitzer Theater!
Im neuen Jahr wird das Landestheater Neustrelitz mit einem spannenden Liederabend aufwarten, der ganz im Zeichen des revolutionären Gedankens steht. Am 9. Januar 2026 feiert der Abend mit dem Titel „If I Can’t Dance It’s Not My Revolution“ seine Premiere. Mit diesem Programm wird das Theater die musikalische Dimension vergangener Revolten erforschen und die Zuschauer dazu anregen, darüber nachzudenken, wie Musik als Übermittler kollektiven Freiheitsdrangs dienen kann. So wird die prominente Aussage von Rainald Grebe, „Die 68er sind an allem schuld!“, thematisiert, und die Frage aufgeworfen, ob die Revolutionen des 21. Jahrhunderts wirklich zum Tanzen einladen.
Mitwirkende am Abend sind die talentierten Künstler Susan Ihlenfeld, Josefin Ristau und Tim Tonndorf, die sicher für einen mitreißenden Abend sorgen werden. Weitere Termine sind für den 16. Januar 2026 sowie den 7. Februar 2026 angesetzt. Wer Interesse hat, sollte sich rasch Tickets sichern, da der Liederabend sicher hoch im Kurs stehen wird. Die Buchung ist telefonisch unter 03981 20 64 00, 0395 569 98 32 oder online über tog.de möglich.
Die Kraft der Musik in der Revolution
Doch was macht Musik zu einem solch starken Ausdruck von Protest? Laut einem Artikel bei Deutschlandfunk Kultur ist es nicht ungewöhnlich, dass Komponisten sich revolutionären Bewegungen anschließen. So schufen sie in der Vergangenheit eindrucksvolle Märsche und Hymnen, etwa für die Französische Revolution oder in Anlehnung an Beethoven, der in seiner 5. Symphonie mit Anklängen an Revolutionsmusiken aufwartete. Diese historischen Verbindungen zeigen, wie Musik oft ein Herzstück sozialer Bewegungen und politischer Umbrüche darstellt.
Bereits im Jahr 1968, einem weltweiten Jahr des Aufstands, entstanden zahlreiche Protestlieder, die gegen den Vietnamkrieg und die damaligen Autoritäten gerichtet waren. Diese Klangbilder mobilisierten junge Menschen auf der ganzen Welt und verhalfen Protesten in Städten wie Paris, London und sogar Buenos Aires zu Gehör. Beispiele wie John Lennons „Revolution“ sind bis heute als Meilensteine der Protestmusik bekannt und zeigen, dass Musik über Generationen hinweg verbindet und den chiemsee, was humanitäre Anliegen betrifft.
Vom Protest zur Reflexion
Diese Themen von Freiheit und Gerechtigkeit finden sich auch in vielen neueren musikalischen Werken. Junge Komponisten und Musiker greifen politische Anliegen und die Frage nach sozialen Ungerechtigkeiten auf, besonders an Anlässen wie dem 200. Geburtstag von Karl Marx. Ein Beispiel ist die feministische Protestmelodie „Rights of Woman“ aus dem Jahr 1795, die den Grundstein für viele spätere Bewegungen legte, die sich gegen Rassismus und Kriege wandten.
Auch die Musik der heutigen Zeit steht im Zeichen des Protests. So sind Künstler wie Pussy Riot durch die kritische Auseinandersetzung mit politischen Themen ins Rampenlicht gerückt, indem sie gegen autoritäre Regierungen und soziale Ungerechtigkeiten mobil machen. Ihre neuesten Werke, wie der Song „Мама, не смотри телевизор“, reflektieren aktuelle Konflikte, etwa den Krieg in der Ukraine.
Die Frage bleibt also: Wie wird die Musik der Zukunft aussehen? Ist sie auch fähig, Protest und Veränderung herbeizuführen? Der Liederabend im Landestheater Neustrelitz könnte ein erstes Zeichen setzen und allen Anwesenden die Möglichkeit bieten, über die Kraft der Musik in revolutionären Zeiten zu reflektieren. In einer Welt, die weiterhin mit sozialen Ungerechtigkeiten, Populismus und Klimawandel konfrontiert ist, sind solche kulturellen Initiativen wichtiger denn je.