Zahra Asadi: Vom Iran zur Pflegeheldin in Deutschland!

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Erfahren Sie mehr über Zahra Sadat Asadi, ihre Pflegeausbildung im Iran und ihre Erfahrungen in Deutschland als Pflegekraft.

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Erfahren Sie mehr über Zahra Sadat Asadi, ihre Pflegeausbildung im Iran und ihre Erfahrungen in Deutschland als Pflegekraft.

Zahra Asadi: Vom Iran zur Pflegeheldin in Deutschland!

Die Geschichte von Zahra Sadat Asadi ist ein eindrucksvolles Beispiel für den Weg vieler Pflegekräfte aus dem Iran nach Deutschland. Inspiriert durch eine australische Serie, entschied sich die 2014 an der Islamic Azad University in Waramin ausgebildete Pflegekraft, ihren Beruf zu wählen, um anderen Menschen zu helfen. Ihre ersten Schritte im Gesundheitsbereich unternahm sie in einem privaten Krankenhaus, gefolgt von Tätigkeiten in einem staatlichen Krankenhaus, unter anderem auf einer ​kardiologischen Intensivstation und in einer Notaufnahme. Zuletzt arbeitete sie auf der COVID-19-Station, wo die Herausforderungen, die das Gesundheitssystem zu bieten hatte, besonders deutlich wurden.

Im Jahr 2024 wagte Asadi den Schritt nach Deutschland. Die Entscheidung fiel ihr nicht leicht, denn die Erlebnisse während der Coronazeit im Iran, in der sie viele Todesfälle miterlebte und unzureichende Bedingungen im Gesundheitswesen sah, ließen ihr keine andere Wahl. In Deutschland angekommen, begrüßen sie die neue Möglichkeit, professionell zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln. „Ein gutes Händchen haben“ für ihre Karriere ist hier gefragt, auch wenn die Sprache und die anfängliche Einsamkeit große Herausforderungen mit sich bringen.

Unterschiedliche Arbeitswelten

Eine der größten Erkenntnisse, die Frau Asadi beim Wechsel nach Deutschland machte, betrifft die Unterschiede im Pflegealltag. Während im Iran pflegerische Aufgaben oft weniger stark von ärztlichen Tätigkeiten getrennt sind, gibt es hier klare Zuständigkeiten und ein strukturierteres Arbeitsumfeld. Diese Unterschiede sind nicht nur für sie, sondern auch für viele ihrer Kolleginnen und Kollegen neu. Laut einer Studie der Plattform Contextyellows war das Pflegekräfte-Dasein im Iran durch ein stark ausgeprägtes Hierarchie-Denken geprägt. Gespräche mit Vorgesetzten fanden meist nur zu wichtigen Themen statt, was den Austausch über alltägliche Belange erschwerte.

In Deutschland wird eine offene Kommunikation und das Besprechen auch kleiner Anliegen großgeschrieben. Diese Anpassung kann für viele iranische Pflegekräfte ebenfalls herausfordernd sein. Auch die Betreuung gemischter Geschlechter ist etwas, an das sich ihre männlichen und weiblichen Kolleginnen in Deutschland erst gewöhnen müssen. „Die Sensibilität und der respektvolle Umgang mit den kulturellen Gegebenheiten sind für eine angenehme Arbeitsatmosphäre wichtig“, sagt Asadi.

Die Integration schaffen

Ein entscheidender Faktor für die Integration im deutschen Gesundheitswesen ist die interkulturelle Kompetenz. Die Pflegekräfte müssen sich nicht nur an das Arbeitsumfeld anpassen, sondern auch das Wissen über lokale Sitten und Gebräuche sowie die Sprache meistern. Dies ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass die Ausbildung im Iran im Vergleich zu anderen Ländern einen hohen Praxisanteil hat, aber auch eine starke Bindung an die eigenen Traditionen und kulturellen Werte mit sich bringt. Für Asadi bleibt der Kontakt zur Familie in Form von täglichen Videoanrufen eine wichtige Stütze.

In unserem Gesellschaft wird die Rolle der Frauen im iranischen Gesundheitswesen oft hervorgehoben. Viele haben dort Führungspositionen erreicht, was nicht zuletzt die Solidarität unter den weiblichen Pflegekräften verstärkt. Ein weiterer Punkt, der die Perspektiven von Pflegekräften aus dem Iran in Deutschland beleuchtet, ist die Möglichkeit zur kontinuierlichen Fortbildung. Die Teilnahme an Fachverbänden und der Austausch über Erfahrungen eröffnen neue Chancen für die persönliche Entwicklung.

Die Entscheidung, im Iran zu arbeiten oder dorthin auszuwandern, bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Asadi zeigt, wie wichtig Engagement und Offenheit für den Erfolg und die persönliche Entwicklung im neuen Umfeld sind. Sie hat sich für den Pflegeberuf entschieden, um einen Beitrag zu leisten, und damit auch für sich selbst eine neue Perspektive geschaffen. Der Weg mag steinig sein, aber er ist auch voll von Möglichkeiten, Neues zu entdecken und zu lernen.