Baugenehmigungen in Hamburg: Fast 20 Prozent mehr, doch Ziel bleibt weit!

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Hamburg verzeichnet 2025 einen Anstieg der Baugenehmigungen um 19%. Erfahren Sie mehr über die aktuellen Entwicklungen im Wohnungsbau.

Hamburg verzeichnet 2025 einen Anstieg der Baugenehmigungen um 19%. Erfahren Sie mehr über die aktuellen Entwicklungen im Wohnungsbau.
Hamburg verzeichnet 2025 einen Anstieg der Baugenehmigungen um 19%. Erfahren Sie mehr über die aktuellen Entwicklungen im Wohnungsbau.

Baugenehmigungen in Hamburg: Fast 20 Prozent mehr, doch Ziel bleibt weit!

Die Bauwirtschaft in Hamburg zeigt ein Aufatmen: Die Zahl der Baugenehmigungen ist im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Fünftel gestiegen. Bis Ende Oktober 2025 wurden 4.748 Genehmigungen erteilt, was jedoch noch weniger als die Hälfte des von der Stadt angestrebten Ziels von 10.000 ist. Laut NDR gab es insgesamt 750 mehr genehmigte Wohnungen als im Vorjahreszeitraum, was einem Plus von 19 Prozent entspricht.

Besonders im Bezirk Wandsbek darf mit 1.624 genehmigten Wohnungen gefeiert werden, während Eimsbüttel (886), Hamburg-Mitte (725) und Altona (509) ebenfalls nicht ganz untätig waren. Die Hafencity bleibt jedoch ein Sorgenkind und hat in diesem Jahr bislang keine Baugenehmigungen erhalten.

Vielversprechende Entwicklungen

Die Stadt entwickelt sich weiter. Im Jahr 2024 wurden in Hamburg erstaunliche 6.710 neue Wohnungen genehmigt, was einer Zunahme von fast 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wie auf der Website der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zu lesen ist, wurden darunter 3.092 Sozialwohnungen bewilligt – die höchste Anzahl seit fünf Jahren.

Insgesamt stieg die Zahl der genehmigten Wohneinheiten seit 2011 auf 138.932, wobei vom Startjahr bis heute 40.539 neue Sozialwohnungen genehmigt wurden. Dies zeigt das Bemühen der Stadt, sozialen Wohnungsbau voranzutreiben und für verschiedene Einkommensschichten bezahlbaren Wohnraum anzubieten.

Ein langer Weg bis zur Lösung

Trotz dieser erfreulichen Zahlen bleibt die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), äußert sich optimistisch, weist jedoch darauf hin, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. In Deutschland fehlen Hunderttausende Wohnungen, und es muss deutlich mehr gebaut werden, um der Nachfrage gerecht zu werden. Ein aktuelles Beispiel ist ein Neubauprojekt in der Nähe von Billstedt, dem jedoch Baugrundstücke fehlen, um realisiert zu werden.

Die Stadt setzt auf innovative Ansätze wie die „Initiative kostenreduziertes Bauen“. Ein erstes Pilotprojekt im Wilhelmsburger Rathausquartier soll zeigen, wie mit dünneren Decken und Wänden sowie ohne Tiefgaragen kostengünstiger gebaut werden kann. Dies könnte ein Schlüssel sein, um die Wohnungsnot in Hamburg erfolgreich zu bekämpfen und der Wohnungssituation neue Impulse zu geben.

Insgesamt bleibt es spannend, wie sich der Wohnungsbau in Hamburg weiter entwickeln wird. Laut Statistisches Bundesamt ist die Anzahl der genehmigten Wohnungen seit 1995 stetig im Wandel, und die jüngsten Entwicklungen zeigen ein positives Licht am Ende des Tunnels.