Hamburgs Winternotprogramm: 700 Schlafplätze für Obdachlose bereit!
In Hamburg bietet das Winternotprogramm ab November 700 Schlafplätze für Obdachlose in Hammerbrook und Moorfleet.

Hamburgs Winternotprogramm: 700 Schlafplätze für Obdachlose bereit!
Die Stadt Hamburg hat in der kalten Jahreszeit mit ihrem Winternotprogramm den obdachlosen Menschen eine wichtige Unterstützung angeboten. Seit dem 1. November 2025 sind in zwei Unterkünften, eine im ehemaligen Hotel in Moorfleet und eine in einem umgebauten Bürohaus in Hammerbrook, rund 700 Schlafplätze verfügbar. Diese Initiative läuft bis Ende März und bietet eine notwendige Unterkunft für die besonders ärmsten unserer Gesellschaft. Wie Hinz&Kunst berichtet, sind bereits 110 Plätze von älteren oder kranken Personen belegt. Diese dürfen das ganze Jahr über in Hammerbrook bleiben und haben auch tagsüber die Möglichkeit, sich dort aufzuhalten.
Aber was passiert mit den anderen obdachlosen Menschen? Sie müssen die Unterkünfte täglich bis spätestens 9:30 Uhr verlassen, um abends wiederzukehren. In diesem Jahr stehen zusätzlich in Wohncontainern auf dem Gelände von Hochschulen und Kirchengemeinden 95 Plätze zur Verfügung. Diese Container sind besonders für Frauen, Männer und Paare geeignet, die dort ganztags wohnen und ihre Tür hinter sich schließen können, so berichtet NDR.
Vielfältige Unterstützungsangebote
Das Winternotprogramm dient nicht nur als Schutz vor Kälte und Erfrierung, sondern auch als Lichtblick für viele, die ohne festen Wohnsitz leben. Ein Kältebus, der seit 2019 unterwegs ist, bringt obdachlose Menschen aus der Kälte in die Notunterkünfte und versorgt auch jene, die sich nicht in eine Unterkunft begeben möchten. Die Hotline unter 0151 / 65 68 33 68, die zwischen 19 und 24 Uhr erreichbar ist, bietet schnelle Hilfe bei drohender Erfrierung. Der Bedarf an solchen Hilfsangeboten ist enorm, besonders bei fallenden Temperaturen und dem ersten Schnee in der Region, was besonders in Nordrhein-Westfalen als besorgniserregend gilt. Wie der WDR feststellt, können die extremen Witterungsbedingungen für Obdachlose lebensbedrohlich sein.
Die politischen Regierungsfraktionen von SPD und Grünen bezeichnen das Hamburger Winternotprogramm als „einzigartige Gelegenheit“, um bedürftigen Menschen zu helfen. Kritiker, insbesondere von der Linkspartei, äußern jedoch Bedenken über die Öffnungszeiten der Unterkünfte. In Zeiten, in denen Wohnungslosigkeit in Deutschland einen Höchststand erreicht hat, ist es umso wichtiger, dass Städte wie Hamburg schnell und effektiv reagieren.
Im Vergleich dazu berichtet eine Erhebung, dass im Jahr 2024 mehr als eine Million Menschen in Deutschland wohnungslos waren, während 2023 noch 928.000 betroffenen wurden. Diese Zahlen verdeutlichen die drängende Notwendigkeit für umfassende Hilfsangebote und zeigen, wie viele Menschen unter den aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen leiden. Umso entscheidender sind Programme wie das Hamburger Winternotprogramm, um einen Teil dieser Not zu lindern.