Familie aus Hamburg stirbt durch Gift im Istanbuler Hotel – Skandal!
Eine Hamburger Familie starb an Insektizidvergiftung in Istanbul. Ermittlungen zu Todesursache und Hotelbedingungen dauern an.

Familie aus Hamburg stirbt durch Gift im Istanbuler Hotel – Skandal!
Eine Tragödie hat die Hamburger Familie, die ihren Urlaub in Istanbul verbringen wollte, in den Schatten gestellt. Am 27. November 2025 berichtete die Istanbuler Staatsanwaltschaft über die Ermittlungsergebnisse einer rechtsmedizinischen Untersuchung, die das schlimme Schicksal der Familie bestätigten. Wie die DW berichtet, starb die Familie an einer Vergiftung durch das hochgiftige Gas Phosphin, das in ihrem Hotelzimmer nachgewiesen wurde.
Die Hamburger Familie reiste am 9. November nach Istanbul. Bereits drei Tage später waren die ersten gesundheitlichen Probleme aufgetreten. Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen zwangen sie, kurzfristig eine ärztliche Behandlung in Anspruch zu nehmen, doch sie kehrten bald ins Hotel zurück. Am 13. November verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch, die beiden Kinder verstarben kurz nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus. Auch die Mutter und der Vater, trotz intensiver medizinischer Betreuung, konnten gerettet werden und starben in den darauf folgenden Tagen.
Ursachen und Ermittlungen
Anfangs wurde eine Lebensmittelvergiftung als Ursache vermutet, da die Familie Streetfood konsumiert hatte. Doch wie die Zeit berichtet, verlagerten sich die Ermittlungen schnell auf das Hotel, nachdem weitere Gäste mit ähnlichen Symptomen zu kämpfen hatten. Eine Analyse ergab, dass das Gas Phosphin aus Aluminiumphosphid freigesetzt worden war, einem Insektizid, das häufig in der Türkei zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird.
Im Zuge der Ermittlungen wurden elf Personen festgenommen, darunter Hotelangestellte und Mitarbeiter einer Schädlingsbekämpfungsfirma. Sechs Verdächtige, darunter der Hotelbesitzer und der Betreiber der Schädlingsbekämpfungsfirma, wurden in Untersuchungshaft genommen. Bei den Untersuchungen stellten die Ermittler Rückstände von Phosphin in Handtüchern und Wischproben im Hotelzimmer fest, was die ermittelnden Beamten in ihrem Verdacht bestätigte.
Schwerwiegende Folgen und Reaktionen
Die Vorfälle werfen ein grelles Licht auf die Sicherheitsstandards in der Türkei und die Verwendung chemischer Pestizide in Hoteliers. President Erdoğan zählte auf die Wichtigkeit von Lebensmittelsicherheit und kündigte umfassende Kontrollen an. Im November gab es in der Türkei bereits mindestens 15 Massenvergiftungen, was die Sorgen über die Sicherheit sowohl für Einheimische als auch für Touristen verstärkt.
Der Fall hat auch weitere Unglücke in der Region ans Licht gebracht, unter anderem den eines dreijährigen Kindes, das 2025 starb und ähnliche Symptome aufwies. Das RND hebt hervor, dass Aluminiumphosphid nur mit besonderen Lizenzen in bewohnten Bereichen eingesetzt werden darf, was die Gefährlichkeit des Vorfalls unterstreicht. Die Istanbuler Gouverneursbehörde kündigte bereits an, die Kontrollen von Straßenhändlern und die Sicherheit der Lebensmittel zu verschärfen, um zukünftige Vorfälle zu verhindern.
Die Tragödie der Hamburger Familie ist ein schmerzhafter Weckruf, der die Aufmerksamkeit auf ungelöste Vergiftungsfälle in der Türkei lenkt. Die Aufklärung muss nun mit Hochdruck vorangetrieben werden, um das Vertrauen in die Sicherheitsmaßnahmen im Tourismussektor wiederherzustellen und ähnliche Schicksale zu verhindern.