500 warme Burger für Obdachlose: Hamburgs großes Herz schlägt!
In Ottensen wurden am 19.01.2026 500 warme Burger an Obdachlose verteilt, organisiert von der „Foodkitchen“ und freiwilligen Helfern.

500 warme Burger für Obdachlose: Hamburgs großes Herz schlägt!
Die winterlichen Bedingungen in Hamburg sind für viele obdachlose Menschen eine große Herausforderung. Am Montagabend war dies jedoch kein Grund zur Resignation. Die „Foodkitchen“ in Ottensen startete eine beeindruckende Hilfsaktion und verteilte 500 warme Burger an Bedürftige. Um 18 Uhr begann das Team von Mehmet Dagci mit der Essensausgabe, die nach nur einer Stunde derart gut angenommen wurde, dass nur noch rund 200 Tüten verbleiben konnten. Neben den frisch zubereiteten Burgern gab es auch Getränke, Obst und Süßigkeiten, die den hungrigen Menschen überreicht wurden. Dagci betont, dass die Not vieler Menschen auch nach den Feiertagen nicht endet, während die Spendenbereitschaft oft nachlässt. Daher sei es ihm und seinem Team wichtig, aktiv zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen. Diese Aktion war bereits die sechste Essensausgabe seit 2020 und fand bewusst im Januar statt, wenn der Bedarf besonders hoch ist.
Die freiwillige Unterstützung in dieser Aktion war bemerkenswert. Viele Helfer, darunter Jugendliche und Berufstätige, packten mit an und sorgten dafür, dass die Hamburger Obdachlosen nicht vergessen werden. Finanziell unterstützt wird die Initiative zum Teil durch Spenden von Lieferanten, aber auch durch private Mittel von Dagci und seinem Team. „Wir hoffen, dass auch andere Gastronomen und Unternehmen der Stadt motiviert werden, ähnlich aktiv zu werden“, so Dagci.
Hilfsangebote für Obdachlose
In Hamburg leben mehr als 32.000 Menschen ohne eigenen Wohnsitz. Viele von ihnen benötigen dringend Unterstützung. Das Angebot an Essensausgabestellen in der Stadt ist vielfältig. Laut den Informationen von hamburg.de gibt es mehrere Anlaufstellen in den verschiedenen Stadtteilen. Hier sind einige der wichtigsten:
- Tagesaufenthaltsstätte Herz As: Norderstraße 50, Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 14:30 – 15:30 Uhr
- Suppenküche St. Georg: Koppel 1, Kircheneingang, Öffnungszeiten: Fr 11:30 – 13:00 Uhr
- Heilsarmee: Talstraße 11-13, Öffnungszeiten: Di, Mi, Do 16:00 – 19:00 Uhr
- MAhl ZEIT: Billrothstraße 79, Öffnungszeiten: Mo – Mi 9:00 – 14:00 Uhr, Do 9:00 – 13:30 Uhr
- Hilfspunkt e.V. / Nachbarschaftstreff Dulsberg: Elsässer Straße 15, Öffnungszeiten: Sa 9:30 – 10:30 Uhr
Diese Einrichtungen bieten nicht nur warme Mahlzeiten, sondern auch einen Ort, um ein wenig menschliche Nähe zu erleben. „Hilfsangebote gibt es in den meisten Bezirken, und viele von ihnen sind nicht nur auf Essen beschränkt, sondern bieten auch psychosoziale Unterstützung“, erklärt Dagci weiter.
Was Bürger:innen tun können
Für Bürger:innen, die helfen möchten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Empathie und ein offenes Ohr sind oft der erste Schritt. Die Empfehlungen von Organisationen wie „Hinz&Kunzt“ und der Caritas raten dazu, den direkten Dialog mit Bedürftigen zu suchen und zu fragen, was sie gerade brauchen. Geldspenden sind häufig sinnvoller als Sachspenden, da viele Obdachlose feste Nahrung schwer konsumieren können. Zudem gibt es spezielle Einrichtungen, wie den Mitternachtsbus der Diakonie, der warme Getränke, Brot und Decken ausgibt.
In einer Stadt mit der höchsten Wohnungslosenquote in Deutschland ist das Engagement der Hamburger Bevölkerung unerlässlich. Die Nachfrage nach freiwilliger Hilfe ist hoch, und immer mehr Menschen zeigen großes Interesse daran, ihre Zeit zu investieren. Die Themenwoche „Hamburg schaut nicht weg“ wird jährlich veranstaltet und fördert das Bewusstsein für die Notlage vieler Menschen.
In den kalten Monaten sind spezielle Initiativen wie der Kältebus besonders wichtig, der von November bis April zwischen 19 und 24 Uhr unterwegs ist, um hilfsbedürftige Personen zu unterstützen. „Jeder sollte sensibilisiert sein, bei Notlagen aktiv zu werden“, empfiehlt der NDR und ermutigt dazu, Kontakt zu bezirklichen Beratungsstellen für Obdachlose aufzunehmen, wenn sich der Zustand einer betroffenen Person verschlechtert.
Hamburg bietet viele Hilfsangebote, die auf der Stadtseite zusammengefasst sind, und stets gibt es Raum für weiteres Engagement und Unterstützung. Gemeinsam kann die Stadt ein Zeichen der Solidarität setzen und helfen, die Not vieler Menschen zu lindern.
Für alle, die sich näher informieren möchten, sind hier die Details zur Essensausgabe von der MOPO, Anlaufstellen von hamburg.de und Empfehlungen vom NDR versammelt.