Heckler & Koch: Umsatzsprung und neue Waffen für die Bundeswehr!
Heckler & Koch meldet steigenden Gewinn und hohe Nachfrage nach neuem Sturmgewehr G95, während Rüstungsauftrag boomt.

Heckler & Koch: Umsatzsprung und neue Waffen für die Bundeswehr!
In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen läuft es für Heckler & Koch (H&K) rund. Das Unternehmen aus Baden-Württemberg hat seine Auftragsbücher prall gefüllt und kann sich über einen deutlichen Umsatzanstieg freuen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass der Umsatz im dritten Quartal 2025 um 6 Prozent auf 279,1 Millionen Euro gewachsen ist, während der Nachsteuergewinn sogar um fast 50 Prozent auf 25,4 Millionen Euro zulegte. Wie stern.de berichtet, sind es vor allem die massiven Rüstungsbestellungen, die H&K in eine komfortable Lage versetzen.
Das Unternehmen, das als Deutschlands größter Hersteller von Handfeuerwaffen bekannt ist, beliefert nicht nur die Bundeswehr mit neuen Sturmgewehren, sondern auch NATO-Staaten wie Frankreich, Großbritannien und Norwegen. Laut deutsche-wirtschafts-nachrichten.de wird H&K insgesamt 120.000 neue Sturmgewehre des Typs G95 an die Bundeswehr liefern, um das bisherige G36 abzulösen.
Aufträge und Investitionen
Die Fundamente für dieses Wachstum wurden dank strategischer Investitionen gelegt. Der Aufsichtsrat genehmigte Investitionen in Höhe von 85 Millionen Euro, um die Produktionskapazitäten weiter auszubauen. Die hohen Auftragszahlen sprechen für sich: Im Jahr 2023 kam H&K auf einen Auftragseingang von 285,3 Millionen Euro, der im Jahr 2024 um satte 50 Prozent auf 426,2 Millionen Euro stieg – der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Auch der Anfang des Jahres zeigt sich rosig: Der Auftragseingang im ersten Quartal 2025 betrug bereits 99,8 Millionen Euro, was einem Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die Nachfrage nach Rüstungsprodukten, die seit dem Ukrainekrieg und der Machtübernahme von Donald Trump spürbar angestiegen ist, hat H&K zusätzliche Aufträge beschert. So wird unter anderem an neuen Technologien gearbeitet, wie beispielsweise einem System zur Drohnenabwehr, das KI-Technologie nutzt.
Die Herausforderung der Vergangenheit
Doch der Weg zum Erfolg war nicht immer geradlinig. H&K hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die von Skandalen, finanziellen Schwierigkeiten und internen Konflikten geprägt ist. Der Einsatz des G36-Gewehrs, das in der Vergangenheit aufgrund technischer Mängel in der Kritik stand, sorgte für einige negative Schlagzeilen.
Dennoch hat das Unternehmen die Kurve gekriegt und sich von einem klassischen Waffenhersteller zu einem Systemanbieter mit umfassenden Verteidigungslösungen gewandelt. Dies zeigt sich auch durch die Übernahme des Metallveredlungsspezialisten Chrom-Müller im Jahr 2024.
Alles in allem sieht sich Heckler & Koch heute gut aufgestellt, um den Marktanforderungen gerecht zu werden und ihre historische Marktstellung weiter auszubauen. Mit einem klaren Fokus auf profitable Aufträge und Investitionen in technologische Innovationen ist das Unternehmen bereit für die Zukunft – und das nicht ohne Grund: Die Welle des Rüstungsbooms hat H&K bares Geld in die Kassen gespült.