Hamburg startet digitale Mitmachkarte für sichere Silvesterfeuerwerke!
Die Volt-Fraktionen in Eimsbüttel starten eine digitale Mitmachkarte für Feuerwerksverbotszonen zu Silvester in Hamburg.

Hamburg startet digitale Mitmachkarte für sichere Silvesterfeuerwerke!
In Hamburg steht die Justizbehörde vor einer entscheidenden Entscheidung: Ob und wie Feuerwerksverbotszonen an Silvester eingerichtet werden sollen. Dies ist ein heiß diskutiertes Thema, das nicht nur die Verwaltung, sondern auch die Bürger betrifft. Die Volt-Fraktionen in Hamburg Mitte und Eimsbüttel haben auf die Situation reagiert und eine digitale Silvester-Mitmachkarte ins Leben gerufen. Diese Initiative hat das Ziel, Hinweise aus den Stadtteilen zu sammeln, wo Bürger Feuerwerk für angenehm oder unangemessen halten. Diese Informationen sollen den Bezirksämtern und zuständigen Behörden zur Verfügung gestellt werden, um die Sicherheit und den Frieden in der Silvesternacht zu verbessern. Wie NDR berichtet, ist der Startschuss für diese Mitmachkarte durch eine Aussage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Oliver Sträter gefallen, der die Justizbehörde für Feuerwerksverbotszonen verantwortlich machte.
Politische Debatten und Anträge gab es bereits im Vorfeld. So haben die Volt-Fraktionen Anträge an die Bezirksamtsleitungen gestellt, um sichere Plätze für ein Feuerwerk sowie Verbotszonen festzulegen. Bekannte Verbotszonen sind beispielsweise der Rathausmarkt, der Hauptbahnhof und das Gebiet rund um die Binnenalster. Die Bezirksversammlung hat jedoch keine Befugnis, solche Verbote zu erlassen, weshalb lokale Probleme in der Silvesternacht weiterhin auf die Agenda gesetzt werden müssen. Ein besorgniserregender Trend ist der Anstieg von verletzten Einsatzkräften und tragischen Unfällen, wie einem tödlichen Böllerunfall in Ochsenwerder. Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert verstärkte Maßnahmen und spricht sich für ein Verbot von Pyrotechnik im Privatgebrauch aus.
Mitmachkarte für mehr Mitbestimmung
Mit der neuen Silvester-Mitmachkarte hat die Volt-Partei einen aktiven Ansatz gewählt, um Bürgerinnen und Bürger in den Entscheidungsprozess hineinzuziehen. Kira Junge von Volt hebt hervor, dass die Karte öffentlich zugänglich ist und Bürger eintragen können, wo Feuerwerk stattfinden sollte oder auch nicht. Diese Informationen sind besonders wichtig, um die Situation in den Stadtteilen zu verbessern, insbesondere für Verletzte oder überlastete Rettungsdienste. In anderen Städten wie München, Düsseldorf und Berlin gibt es schon lange ähnliche Verbotszonen, und die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sollen helfen, auch in Hamburg ein besseres Sicherheitskonzept zu entwickeln. Die Idee ist, eine Kombination aus definierten Verbotszonen und sicheren Flächen für Feuerwerkskörper zu fördern.
Hintergrund und Sicherheit
Grundsätzlich gehört Feuerwerk für viele Menschen zu Silvester einfach dazu. Laut StädteTag gehen die meisten verantwortungsvoll mit Feuerwerk um, jedoch gibt es auch gefährliche Ausnahmen. Feuerwerksverbotszonen sind ein fester Bestandteil städtischer Sicherheitskonzepte, die dazu dienen, sowohl Feiernde als auch Anwohner zu schützen. Besondere Schutzmaßnahmen gelten dabei für Einrichtungen wie Krankenhäuser und Seniorenheime. Ein gut durchdachtes Konzept kann helfen, nicht nur Brände zu verhindern, sondern auch die Lärmemission in urbanen Gebieten zu reduzieren und die Feinstaubbelastung zu senken. Städte nutzen zunehmend die Möglichkeit organisierter Feuerwerk- oder Lasershows an zentralen Plätzen, um den Menschen eine sichere Möglichkeit zu bieten, das neue Jahr zu begrüßen.
Die derzeitige Diskussion über private Feuerwerksverbote und die mögliche Änderung der Sprengstoffverordnung auf Bundesebene zeigt, dass das Thema auch über Hamburg hinaus von Bedeutung ist. Bis klarere Regelungen auf Senats- oder Bundesebene getroffen werden, bleibt die Mitmachkarte eine wichtige Schnittstelle für die Bürgerbeteiligung an der Gestaltung der Silvesternacht.