Motorradgottesdienst im Michel: Abschied oder neue Wege für Biker?

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Der 42. Motorradgottesdienst in Hamburg fand am 15. Juni 2025 im Michel statt, geleitet von Pastorin Ulrike Egener.

Der 42. Motorradgottesdienst in Hamburg fand am 15. Juni 2025 im Michel statt, geleitet von Pastorin Ulrike Egener.
Der 42. Motorradgottesdienst in Hamburg fand am 15. Juni 2025 im Michel statt, geleitet von Pastorin Ulrike Egener.

Motorradgottesdienst im Michel: Abschied oder neue Wege für Biker?

Am 15. Juni 2025 fand in Hamburg der 42. Motorradgottesdienst (MOGO) statt. Diese besondere Veranstaltung hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil der Motorradkultur entwickelt und zieht vor allem leidenschaftliche Bikerinnen und Biker an. Der Gottesdienst wurde im historischen Hamburger Michel unter dem Motto „Prüft alles und behaltet das Gute“ geleitet von Pastorin Ulrike Egener, die als erste Frau diese Rolle übernahm. Dies markiert nicht nur einen Fortschritt in der Gleichstellung, sondern bringt auch frischen Wind in die traditionelle Veranstaltung.

Beim MOGO handelt es sich jedoch nicht nur um einen Gottesdienst, sondern auch um eine Gelegenheit für Motorradfahrerinnen und -fahrer, ihre gemeinsame Leidenschaft zu zelebrieren und sich auszutauschen. Ursprünglich war ein großer Konvoi mit Tausenden von Teilnehmern geplant, der aufgrund von gestiegenen Kosten und Umweltbedenken nicht zustande kam. Dieter Fleckenstein vom MOGO-Verein erklärte, dass die Sicherheitskosten, die durch Straßensperrungen und die Anwesenheit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten verursacht werden, ein wesentliches Argument für die Veränderung darstellt. Der Gottesdienst fand also in einer „abgespeckten Form“ ohne Konvoi statt, was für viele eine herbe Enttäuschung war.

Einblicke in die Veranstaltung

Wie auch in den letzten Jahren wurden wieder zahlreiche Stände auf dem Michel-Vorplatz aufgebaut, die ein vielfältiges Angebot an Merchandising und Flohmarktartikeln boten. Für das leibliche Wohl sorgten Kaffee- und Kuchenstände am Gemeindehaus. Viele Besucher nutzten die Parkmöglichkeiten auf dem Vorplatz, die ab 12 Uhr zur Verfügung standen. Der Gottesdienst begann um 14 Uhr, und Musik von RockAntenne sorgte für die richtige Stimmung. Allen Teilnehmern wurde empfohlen, über die „Englische Planke“ anzureisen und bei einem vollen Vorplatz die öffentlichen Parkmöglichkeiten rund um den Michel zu nutzen.

Der erste MOGO fand bereits 1982 in Hamburg statt und hat sich seither stetig weiterentwickelt. In den besten Jahren zählten die Organisatoren bis zu 30.000 Teilnehmer. Auch wenn für 2025 der große Gottesdienst für Biker als letzter seiner Art angekündigt wurde, hoffen die Verantwortlichen darauf, dass die Veranstaltung auch in Zukunft in reduzierter Form stattfinden kann. Zudem wurde angekündigt, dass für die kommenden Jahre verstärkt Sponsoren und Spenden akquiriert werden sollen, um die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen und das Event am Leben zu erhalten.

Ausblick auf 2026 und danach

Mit Blick auf 2026 äußerte Pastorin Egener den Wunsch, den MOGO weiterhin zu feiern und sind schon jetzt auf der Suche nach neuen Konzepten. „Wir müssen uns anpassen, um den Bedürfnissen und Gegebenheiten gerecht zu werden,“ so Egener. Trotz der Schwierigkeiten zeigt die Community großes Interesse daran, weiterhin zusammenzukommen und diese einzigartige Tradition fortzuführen. Der MOGO bleibt ein wichtiger Treffpunkt für Biker, denn die Liebe zum Motorrad verbindet Menschen auf besondere Art und Weise.

Für alle, die auf der Suche nach weiteren spannenden Motorrad-Events sind, lohnt sich ein Blick auf die Seite der Tourenfahrer, die zahlreiche Veranstaltungen im Raum Hamburg und darüber hinaus dokumentiert.

In der langen Tradition des MOGO hoffen die Organisatoren, der Veranstaltung in Zukunft mit innovativen Ideen neues Leben einzuhauchen, damit auch kommende Generationen die Faszination der Motorräder spüren können. Bis dahin bleibt die Community dran und blickt positiv in die Zukunft.