Eichbaumsee bleibt gesperrt: Gefährliche Blaualgen alarmieren Anwohner!
Bergedorf warnt vor Gesundheitsrisiken durch giftige Cyanobakterien im Eichbaumsee. Bürger sollen Kontakt meiden.

Eichbaumsee bleibt gesperrt: Gefährliche Blaualgen alarmieren Anwohner!
Die Wasserqualität im Eichbaumsee bleibt angespannt: Aktuelle Messungen zeigen, dass die Chlorophyllkonzentration im Gewässer über der ersten Warnstufe des Umweltbundesamtes (UBA) liegt. Dies hat zur Folge, dass der beliebte See weiterhin gesperrt bleibt. Die Situation wird durch einen verstärkten Befall mit Blaualgen, auch bekannt als Cyanobakterien, verschärft. Diese Mikroorganismen können giftige Stoffe bilden, die gesundheitsschädlich für Menschen und Tiere sind. Daher bleiben die bestehenden Warnhinweise zum Umgang mit diesen Bakterien in Kraft. Das Bezirksamt bedankt sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis während der Sperrzeit und weist eindringlich darauf hin, sichtbare Ansammlungen von Blaualgen im Wasser oder am Ufer zu meiden.
Was genau bedeutet das für die Anwohner und Besucher? Wie das UBA berichtet, können Cyanobakterien eine Reihe von gesundheitlichen Beschwerden auslösen. Dazu zählen Hautreizungen, Übelkeit, Durchfall und Atembeschwerden. Die Symptome treten nach Kontakt mit belastetem Wasser auf und können je nach betroffener Person variieren. Besonders auffällig sind hier die lebertoxischen Microcystine, die bei bestimmten Cyanobakterienarten wie Microcystis und Planktothrix vorkommen. Diese Substanzen können beim Absterben der Zellen freigesetzt werden und stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Die WHO hat bereits Leitwerte für diese Toxine festgelegt, die in vielen Gewässern, besonders während Wasserblüten, überschritten werden.
Gesundheitliche Risiken und Prävention
Die internationale Literatur dokumentiert die Gefährlichkeit von Cyanotoxinen nicht nur durch Tierversuche, sondern auch durch Berichte über Viehsterben. In Deutschland sind neben Microcystinen auch andere Toxine wie Cylindrospermopsin nachgewiesen worden. Diese neuen Erkenntnisse machen deutlich, dass weiterer Forschungsbedarf besteht, um die langfristige Gesundheitsgefährdung durch Cyanobakterien und ihre Toxine besser zu verstehen. Das UBA hat in den letzten Jahren verstärkt Forschung betrieben, um entsprechende Maßnahmen zur Risikoeinschätzung und zur Bewertung der Gefährdung durch Cyanotoxine zu entwickeln.
Die Verantwortung für die Überwachung und das Management von Gewässern liegt bei den zuständigen Behörden. Diese sind gefragt, effektive Strategien zu entwickeln, um die Bildung von Wasserblüten zu verhindern und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Die WHO fordert hierin auch Kooperation und Kommunikation zwischen verschiedenen Fachrichtungen, um nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Bevölkerung ist daher aufgerufen, sich an die Empfehlungen der Experten zu halten und bei erkennbaren Belastungen den Kontakt zum Wasser zu vermeiden. Weitere Informationen zu den erhöhten Konzentrationen von Cyanobakterien sind im Eichbaumsee sowie im nahegelegenen Boberger Badesee verfügbar.
Für die aktuelle Situation steht das Bezirksamt in engem Kontakt mit dem Umweltbundesamt, um die Entwicklungen genau zu beobachten und gegebenenfalls Anpassungen der Maßnahmen vorzunehmen. Ein gute Zusammenarbeit ist wichtig, um jederzeit gut Informiert zu sein und gesund zu bleiben.