In der malerischen Marktgemeinde St. Georgen im Attergau, im Herzen Oberösterreichs, dreht sich alles um Gemeinschaft und Tradition. Mit einer Fläche von 15,50 km² und einer Höhenlage von 540 Metern über dem Meeresspiegel bietet die Gemeinde am Rande des Attersees einiges an Naturschönheiten. Hier leben derzeit 4.935 Einwohner, was eine Bevölkerungsdichte von 318 Personen pro km² ergibt (Stand: 1. Jänner 2025).
Der Ort präsentiert sich nicht nur mit einer reichen Geschichte, die bis in die Bronzezeit zurückreicht, sondern ist auch ein lebendiges Zentrum für Kultur und Freizeitaktivitäten. Die Geschichte St. Georgens beginnt mit der Besiedlung durch Kelten und führt über die Römer bis zur Bedeutung als Markt, die ihr im Jahr 1463 verliehen wurde. Ein Blick auf die Chronik zeigt, dass auch die infrastrukturellen Entwicklungen, wie die Eröffnung der elektrischen Lokalbahn im Jahr 1913, die Gemeinde geprägt haben.
Kulturelle Höhepunkte und Traditionen
Wer in St. Georgen im Attergau verweilt, sollte unbedingt die Pfarrkirche besuchen, die von 1389 bis 1406 erbaut wurde. Ein weiteres Highlight ist die Burg Kogl, die bereits 1264 ihre ersten Spuren hinterließ. Wer gerne aktiv ist, findet zahlreiche Wanderwege, darunter den beliebten Keltenbaumweg, der Wanderer mit Informationstafeln über die keltische Geschichte des Gebiets versorgt.
Besonders hoch im Kurs steht der Attergauer Kultursommer, der seit 1981 jährlich viele Besucher anzieht und ein buntes Programm bietet. Ein weiterer Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist das Radsport-Event Race Around Austria, das seit 2012 zahlreich teilnehmende Radfahrer in die Region lockt.
Gemeinde und Politik
Unter der Leitung von Bürgermeister Friedrich Mayr-Melnhof (ÖVP) sorgt die Gemeinde für ein reges Vereinsleben und die Anbindung ihrer Bürger an die politischen Entscheidungen. Im Gemeinderat, der 25 Mitglieder zählt, kommen wichtige Themen zur Sprache, die das alltägliche Leben in St. Georgen betreffen.
Die wirtschaftliche Situation zeigt sich vielfältig: Während die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe im letzten Jahrzehnt sank, gibt es in der Gemeinde etwa 1.300 Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor. St. Georgen profitiert von seiner Lage und der Anbindung durch die Meterspurige elektrische Lokalbahn, die regelmäßig zwischen Vöcklamarkt und Attersee verkehrt.
Ein Blick auf das Gemeindewappen, das unter anderem den heiligen Georg zeigt, gibt Aufschluss über die Identität der Gemeinde. Der legendäre Ritter, der einen Drachen besiegt, steht nicht nur symbolisch für die Gemeinde selbst, sondern zeugt auch von der tief verwurzelten Tradition und Gemeinschaft.
Mit verschiedenen Bildungseinrichtungen, von Volksschulen bis hin zu Musikschulen, ist St. Georgen zudem ein Ort, wo Bildung großgeschrieben wird. Die vielen Kindergärten und Schulen bieten ausgezeichnete Möglichkeiten für die Jüngsten. St. Georgen im Attergau bleibt ein einladender Ort mit klaren Wurzeln in der Geschichte und einem vielversprechenden Blick in die Zukunft, wo Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen.