Am 17. Januar 2026 kam es in der Hamburger Innenstadt, in der Nähe des Alsterhauses am Jungfernstieg, zu einer dramatischen Messerstecherei, die im Umfeld einer Demonstration gegen die Islamische Republik Iran stattfand. Zwei Männer, ein 53-Jähriger und ein 21-Jähriger, wurden verletzt, als ein Streit zwischen Teilnehmern der Demo und anderen Männern eskalierte. Der 53-Jährige wurde in den Rücken gestochen und schwebte zeitweise in Lebensgefahr, während der 21-Jährige eine Stichwunde am Bein erlitt. Beide Verletzten wurden vor Ort medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Die Auseinandersetzung ereignete sich gegen 17.10 Uhr, und Videos von der Szene zeigen Blut auf der Straße sowie eine aufgebrachte Menge. Umstehende versorgten die Verletzten, während andere auf den mutmaßlichen Täter losgingen. Ein 26-Jähriger stach dem 53-Jährigen in den Rücken, während ein 21-Jähriger eine Verletzung am Bein erlitt. Der Vorfall ereignete sich, als die beiden Männer auf dem Rückweg vom Stephansplatz waren. Die Polizei fand die flüchtigen Täter, einen 16- und einen 26-Jährigen, in einer Umkleidekabine des Alsterhauses, wo bei ihnen ein Messer sichergestellt wurde. Auch bei dem 26-Jährigen, der festgenommen wurde, wurde ein Messer gefunden.

Ermittlungen und Hintergrund

Die Polizei gibt an, dass die Umstände der Auseinandersetzung unklar sind und sucht nach Zeugen. Hinweise können an die Telefonnummer 4286 56789 gegeben werden. Gegen die drei festgenommenen Männer, alle Deutschen, wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, da es sich um politisch motivierte Straftaten handeln könnte. Zeitgleich fand eine große Demonstration unter dem Motto „Nein zur Islamischen Republik Iran“ mit mehreren Tausend Teilnehmern statt, was den Hintergrund des Vorfalls noch komplexer macht.

In Anbetracht der aktuellen politischen Situation im Iran, die von Protesten und einer globalen Diskussion über Menschenrechte geprägt ist, wirft dieser Vorfall Fragen über die Sicherheit von Demonstrationen und die potenziellen Gefahren von politisch motivierten Konflikten auf. Solche Auseinandersetzungen können nicht nur die Teilnehmer der Demonstrationen betreffen, sondern auch die allgemeine Öffentlichkeit, die in der Nähe solcher Ereignisse ist. Die Hamburger Polizei steht nun vor der Herausforderung, die Hintergründe des Vorfalls aufzuklären und die Sicherheit bei zukünftigen Demonstrationen zu gewährleisten.

Für weitere Informationen zu diesem Vorfall und den Ermittlungen können Sie die ausführlichen Berichte auf MOPO und T-Online nachlesen.