Roßmann hält Elbtower am Leben: Größtes Bauprojekt in Hamburg erhält neuen Investor!
Elbtower Hamburg: Dirk Roßmann als Investor, Baufortschritt bis 2029 geplant, Naturkundemuseum in Planung.

Roßmann hält Elbtower am Leben: Größtes Bauprojekt in Hamburg erhält neuen Investor!
Der Hamburger Elbtower, einst ein strahlendes Symbol für Fortschritt, nimmt neue Formen an. In einer überraschenden Wendung hat Dirk Roßmann, der Gründer der bekannten Drogeriekette Rossmann, als Investor für das Projekt zugesagt. Laut tagesschau.de genehmigte das Bundeskartellamt nun die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Roßmann, Immobilienentwickler Dieter Becken, dem milliardenschweren Klaus-Michael Kühne, der Signal Iduna Versicherung und der Baugesellschaft Adolf Lupp. Diese Entscheidung kam ohne ein umfangreiches Hauptprüfverfahren zustande und zeigt das ungebrochene Interesse an dem Bauvorhaben.
Der Elbtower ist zurzeit jedoch eine Bauruine. Die Bauarbeiten wurden im Oktober 2023 eingestellt, nachdem die Signa-Holding, früher verantwortlich für das Projekt und jetzt insolvent, ihre Rechnungen nicht beglichen hatte. Ein Sanierungsverfahren wurde Ende November 2023 beantragt, mit Verbindlichkeiten von rund fünf Milliarden Euro im Gepäck. Diese Entwicklung zeigt, wie schnell sich die Lage im Immobiliensektor ändern kann, während sich die Zahl der Insolvenzen in der Branche im Jahr 2025 um 22 Prozent verringert hat, was laut haufe.de auf eine Marktbereinigung hindeutet.
Neuer Wind in der HafenCity
Der Elbtower, ursprünglich ein Projekt des ehemaligen Immobilienstars René Benko, sollte eindrucksvolle 245 Meter hoch werden und damit quasi doppelt so hoch wie die Elbphilharmonie sein. Nun wird die Höhe auf 199 Meter reduziert, was zum Wegfall von zwölf Büroetagen führt. Die zukünftige Nutzfläche schrumpft damit von 120.000 auf knapp 100.000 Quadratmeter. Stararchitekt David Chipperfield hat der Änderung bereits zugestimmt, und die untersten zwölf Geschosse sind für ein Naturkundemuseum und Forschungseinrichtungen reserviert.
Die Stadt Hamburg wird etwa 595 Millionen Euro in die Hand nehmen, um fast die Hälfte des Elbtowers zu übernehmen. Bürgermeister Peter Tschentscher äußert sich optimistisch zur Fertigstellung des Projekts und plant den Einzug des Naturkundemuseums bis Ende 2029. Die Baugenehmigungen liegen bereits vor, was der Stadt einen zusätzlichen Schub gibt, um die Entwicklung voranzutreiben.
Marktbedingungen und Herausforderungen
Die Immobilienbranche ist derzeit enormen Herausforderungen ausgesetzt. Die Baukosten steigen, während der Bedarf an Büroflächen gesunken ist. Ein Blick auf die aktuellen Insolvenzdaten zeigt, dass trotz eines Rückgangs im Jahr 2025, Probleme bleiben. Der Strukturwandel fordert die Unternehmen und lässt das Insolvenzrisiko hoch bleiben. Der Handlungsdruck auf die Firmen wächst, und lokale Akteure sind gefordert, sich an die sich wandelnden Bedingungen anzupassen. Empfehlungen wie aktiver Vertrieb und Anpassungen an die Marktanforderungen sind dringlich, um durch diese unruhigen Gewässer zu navigieren.
Insgesamt bleibt die Situation um den Elbtower spannend. Dirk Roßmann hat sich zwar aus der öffentlichen Debatte zum Projekt herausgehalten, doch die Hoffnungen auf eine positive Wende sind groß. Die Kombination aus neuem Investment und einem klaren Plan für die Nutzung des Gebäudes könnte der Hamburger HafenCity bald wieder Leben einhauchen. Bei einem solchen ambitionierten Vorhaben sind allerdings Geduld und Weitsicht gefragt.