Streik in Hamburg: 800 Beschäftigte fordern mehr Lohn und bessere Bedingungen!

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In Bergedorf streiken 800 Beschäftigte im öffentlichen Dienst für höhere Löhne. Gewerkschaft ver.di fordert 7% mehr.

In Bergedorf streiken 800 Beschäftigte im öffentlichen Dienst für höhere Löhne. Gewerkschaft ver.di fordert 7% mehr.
In Bergedorf streiken 800 Beschäftigte im öffentlichen Dienst für höhere Löhne. Gewerkschaft ver.di fordert 7% mehr.

Streik in Hamburg: 800 Beschäftigte fordern mehr Lohn und bessere Bedingungen!

In Hamburg haben am Mittwoch hunderte Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft ver.di intensiviert den Druck auf die Arbeitgeber und verlangt eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent oder mindestens 300 Euro zusätzlich pro Monat. Besonders in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten erscheint diese Forderung für viele gerechtfertigt. In Bergedorf versammelten sich rund 800 Demonstranten, darunter Erzieher, Feuerwehrleute und Angestellte von Jobcentern, um für ihre Rechte einzutreten. Diese Kundgebung zeigt deutlich, dass den Beschäftigten das Wasser bis zum Hals steht. NDR berichtet, dass Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) die Forderungen als „astronomisch“ bezeichnete, während die Gewerkschaften unvermindert an ihren Ansprüchen festhalten.

Die arge Lage der Beschäftigten wird noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass seit Beginn der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst am 3. Dezember 2025 in Berlin kein Ergebnis erzielt werden konnte. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen hartnäckig ab und betonen, dass die Tabellenentgelte seit 2013 um 42 Prozent gestiegen sind, während Verbraucherpreise lediglich um 33,6 Prozent zugenommen haben. Ein weiterer Faktor, der das Geplänkel um die Löhne angeheizt hat, sind die vorab angekündigten Protestaktionen in anderen Städten, die vor allem in den Unikliniken und Universitäten für Unruhe sorgen könnten, wie Tagesschau vermeldet.

Was sagen die Gewerkschaften?

Die Gewerkschaften streben für rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst, darunter über 900.000 Tarifbeschäftigte, eine deutliche Aufwertung ihrer Arbeit an. Neben der Gehaltserhöhung fordern sie auch eine Erhöhung der Zeitzuschläge um 20 Prozent sowie einen Betrag von 200 Euro pro Monat für Nachwuchskräfte. Diese Forderungen müssen nun in den Verhandlungen, die am Donnerstag und Freitag in Potsdam stattfinden, unter einen Hut gebracht werden. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Laufzeit des neuen Tarifvertrags, die bei 12 Monaten liegen soll. Die Arbeitgeber argumentieren jedoch, dass die finanziellen Mittel fehlen und warnen vor einer Gefährdung der Handlungsfähigkeit der Länder.

Die Gespräche sind also von einer enormen Spannungen geprägt. Öffentlicher Dienst News beschreibt die schwierige Lage der Kommunen, die sich in einer hohen Verschuldung und einem akuten Personalmangel wiederfinden. Zwang zur Finanzierung neuer Tarifabschlüsse könnte für manch eine Kommune das wirtschaftliche Genick brechen.

Ausblick auf die Verhandlungen

Mit der nächsten Verhandlungsrunde am 11. bis 13. Februar in Potsdam könnten die Weichen für die kommenden Monate neu gestellt werden. Das Spannungsfeld zwischen den Forderungen der Gewerkschaften und den Bedenken der Arbeitgeber wird dabei wohl maßgeblich über die Zukunft des öffentlichen Dienstes entscheiden. Sollte keine Einigung erzielt werden, sind weitere Warnstreiks und Protestaktionen nicht ausgeschlossen. Bleibt zu hoffen, dass am Ende eine Lösung gefunden wird, die für alle Parteien akzeptabel ist.