Sternbrücke in Gefahr: Grüner Plan für Altonas Highline sorgt für Streit!
In Altona plant die Bezirksversammlung eine umstrittene Umgestaltung der historischen Sternbrücke zur "Highline" mit Aussicht.

Sternbrücke in Gefahr: Grüner Plan für Altonas Highline sorgt für Streit!
In Altona brodelt es gewaltig: Die Idee, Teile der historischen Sternbrücke zu einer sogenannten Highline umzubauen, zieht zahlreiche Diskussionen nach sich. Inspiriert vom berühmten Highline Park in New York, könnte dieser Umbau den Stadtteil nachhaltig verändern. Doch es gibt Skepsis und Widerstand aus verschiedenen Richtungen. So berichtet entwicklungsstadt.de, dass die lokalen Bedenken vor allem Barrierefreiheit, Sicherheitsaspekte und die unsichere Finanzierung betreffen.
Die Bezirksversammlung zeigt sich mehrheitlich optimistisch und unterstützt den Vorschlag der Grünen, trotzdem bleibt der politische Rückhalt auf Landesebene fraglich. Während die Stadtentwicklungsbehörde die Highline-Variante ablehnt und die Parkanlage als Herzstück des neuen Stadtquartiers sieht, argumentiert sie, dass die massive Konstruktion die offenen Grünflächen beeinträchtigen würde. So wird auch auf dunkle Bereiche unter der Plattform verwiesen, die als potentielle Angsträume gelten.
Ein umstrittener Neubau
Der Neubau der 1893 erbauten Sternbrücke ist bereits in Planung; dabei hat die Deutsche Bahn die Ambition, etwa 125 Millionen Euro für eine moderne Stabbogenbrücke auszugeben. Die Grünen hingegen haben die Vision, Teile der alten Brücke zu nutzen und auf der ehemaligen ICE-Strecke eine etwa zwei Kilometer lange Aussichtsplattform mit Wanderweg zu schaffen. Diese „Highline“ soll den Altonaer Bürgern eine Oase der Ruhe bieten und atemberaubende Ausblicke ermöglichen, wie Christian Trede von den Grünen erläutert. Doch der CDU-Politiker Sven Hielscher sieht diese Pläne kritisch. Er bezeichnet das Projekt als „Kokolores“ und warnt vor möglichen Lärmbelästigungen für Anwohner, wenn neue Fußgängerströme durch den Stadtteil fluten.
Die Kosten für die Umsetzung der Idee schätzt Hielscher auf 20 bis 30 Millionen Euro. Für die Finanzierung wäre auch die Deutsche Bahn gefragt, die sich jedoch nicht zur Kostenübernahme bereit erklärt hat. Diese Unsicherheiten führen zu weiteren Diskussionen über die Machbarkeit des ganzen Vorhabens. Mit Blick auf die Sicherheit und mögliche Asbestprobleme in den alten Strukturen gehört auch die Barrierefreiheit zu den wichtigen Themen: Es sollen Treppenaufgänge an den neuen Wegen eingeplant werden, was aber zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt.
Die Zukunft der Brücke
Die Unsicherheiten um die Finanzierung und die klare ablehnende Haltung seitens der Stadtentwicklungsbehörde schüren den Diskurs um die Zukunft der Sternbrücke. Die Vorschläge zur Wiederverwendung der Brückenteile könnten jedoch die Diskussion beleben und sollten nicht vorschnell abgetan werden. Der Senat müsste zusammen mit dem Bezirk Wege finden, die Deutsche Bahn von der Wiederverwendung zu überzeugen. Das Ziel bleibt, alte Strukturen sinnvoll zu nutzen und mit neuen Ideen zu kombinieren.
Wie sich die Situation weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Die Stadt steht vor der Herausforderung, Tradition und Innovation zu verbinden, und während einige Vorschläge als „verrückt“ gelten, könnten kreative Lösungen den Stadtteil Altona letztlich bereichern. Für die Bürger bleibt die Frage, wie viel Freiheit man in der Planung der urbanen Räume aufbringen kann, ohne die Bedürfnisse der Anwohner aus den Augen zu verlieren. Es bleibt spannend, was sich hier in den kommenden Monaten noch tun wird.