In Hamburg Bahrenfeld hat der Bau des „Hamburg Fundamental Interactions Laboratory“ (HAFUN) begonnen, ein hochmodernes Forschungsgebäude, das die Teilchenphysik und Kosmologie auf ein neues Level heben soll. Am 19. Januar 2026 fiel der erste Spatenstich, vollzogen von Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal, Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Universitätspräsident Prof. Dr. Hauke Heekeren. Auch Martin Sowinski, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, und Prof. Dr. Erika Garutti vom Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg waren anwesend. Rund 200 Wissenschaftler werden hier forschen, unterstützt durch den Exzellenzcluster Quantum Universe und weitere Fachbereiche der Universität Hamburg. Quelle

Das HAFUN wird nicht nur ein Zentrum für Grundlagenforschung sein, sondern auch mit modernen Laboren und integrierten Sensoren ausgestattet, die als präzise Messinstrumente fungieren. Mit einer Bruttogrundfläche von 19.000 Quadratmetern und sieben Vollgeschossen, darunter drei Unter- und vier Obergeschosse, wird dieses Gebäude Platz für hochspezialisierte Laborflächen und Großgeräte bieten. Besonderes Augenmerk liegt auf den Gravity-Laboren, die mit einem beeindruckenden neun Meter hohen Pendel auf einem luftgefederten Tisch ausgestattet sind. Diese Einrichtungen sollen die Erforschung von Gravitationswellen und kosmischer Strahlung ermöglichen. Quelle

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Forschung für die Zukunft

Die Forschungsthemen im HAFUN sind vielfältig und zukunftsweisend. Wissenschaftler werden die Eigenschaften des Higgs-Bosons untersuchen, die Wechselwirkungen im Standardmodell analysieren und die Dunkle Materie vermessen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beobachtung von Gravitationswellen. Um die komplexen Daten zu verarbeiten, kommen moderne KI-Methoden zum Einsatz. Das architektonische Konzept des HAFUN fördert dabei nicht nur die wissenschaftliche Zusammenarbeit, sondern auch die Interaktion mit der Öffentlichkeit, etwa durch eine begrünte Dachterrasse mit Observatorium und offenen Erdgeschosszonen.

Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2029 abgeschlossen sein, und die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 247 Millionen Euro, von denen ca. 27 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln stammen. Die Sprinkenhof GmbH hat den Bauauftrag im Mieter-Vermieter-Modell (MVM) übernommen. Die Baustellenkamera ermöglicht es Interessierten, den Fortschritt des Bauprojekts zu verfolgen, was einen transparenten Einblick in die Entstehung dieses innovativen Forschungszentrums bietet. Quelle und Quelle

Science City Bahrenfeld: Ein Innovationsstandort

Das HAFUN wird Teil des umfassenden Entwicklungsprojekts Science City Bahrenfeld, das bis in die 2040er Jahre neue Wohnquartiere, Bildungsangebote und Forschungsflächen schaffen soll. Die strategische Lage in der Nähe bestehender Physikgebäude der Universität Hamburg und DESY fördert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen und schafft ein einzigartiges Umfeld für innovative Forschung. Die Vision ist klar: ein Ort, der nicht nur Wissenschaftler, sondern auch die Öffentlichkeit anzieht und zum Austausch von Ideen anregt.

Im Kontext der globalen Herausforderungen in der Forschung und Entwicklung ist das HAFUN ein bedeutender Schritt für Hamburg. Es wird nicht nur zur Stärkung der Wissenschaftslandschaft der Stadt beitragen, sondern auch eine Plattform für internationale Kooperationen bieten. Die Fortschritte in der Teilchenphysik und Kosmologie, die hier erzielt werden, könnten entscheidend sein für unser Verständnis des Universums und seiner fundamentalen Gesetze.