Die Initiative „Cool Altona“ nimmt Fahrt auf und sorgt für frischen Wind in der Hansestadt. Der Bezirk Altona plant, in einem wagemutigen Schritt Teile der Supermarkt-Parkplätze abzupflastern. In einem völlig neuen Ansatz gegen die sommerliche Hitze sollen dadurch kühlende Grünflächen oder sogar neue Wohnräume entstehen. Der Bezirk, der den Abpflaster-Wettbewerb der Hamburger Bezirke für sich entscheiden konnte, hat dabei nicht nur die Umwelt im Fokus, sondern auch die Gesundheit seiner Bürgerinnen und Bürger. Laut NDR erhielt Altona für über 4.000 Quadratmeter entsiegelter Fläche sogar den "Goldenen Spaten" der Umweltbehörde.

Durch das Abpflastern soll nicht nur die Temperatur während der Hochsommermonate gesenkt werden, sondern auch das Risiko für Hitzeschläge bei älteren Menschen verringert werden. Der Bezirksamtsleiter Sebastian Kloth von den Grünen zeigt sich optimistisch und lässt bereits Hitze-Gefahren für zukünftige Neubauten berechnen. Der Plan sieht vor, dass Supermarkt-Parkplätze kleiner werden, um Platz für mehr Grünflächen zu schaffen. „Wir haben erkannt, dass wir in dicht bebauten Quartieren besonders anfällig für Überhitzung sind“, betont Kloth.

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Wie umgehen mit der Hitze?

Die Klimaerwärmung zeigt sich bereits in alarmierenden Zahlen: Die Jahresmitteltemperatur in Altona ist seit 1881 um 1,7 °C gestiegen. Das Hamburg.de berichtet weiter, dass eine weitere Erhöhung um mindestens 0,5 °C bis Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich ist, sollte der Klimaschutz nicht vorankommen. Und die Sommer werden heißer: Längere Hitzeperioden und vermehrt Tropennächte stellen insbesondere sensible Gruppen und die Natur vor große Herausforderungen.

Die Maßnahmen des Klimaanpassungskonzepts zielen darum darauf ab, Altona besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Starkregenereignisse, die zu Überflutungen führen, und die erhöhte bioklimatische Belastung sind dabei nur einige der Risiken, die es zu adressieren gilt. Der Fokus liegt auf der lokalen Umsetzung von Entsiegelungen, der Schaffung von Gründächern und Regenrückhaltemöglichkeiten.

Warum ist das alles so wichtig? Die Fachleute haben herausgefunden, dass besonders urbanisierte Gebiete vom „Hitzeinseleffekt“ betroffen sind, der durch versiegelte Flächen und dichte Bebauung verursacht wird und die Luftzirkulation behindert. Jährlich sterben weltweit laut der WHO etwa 166.000 Menschen durch hitzebedingte Komplikationen. Daher ist es an der Zeit, dass Stadtplaner und Kommunen gemeinsam an Lösungen arbeiten, um Städten wie Hamburg einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ein durchdachter Plan mit zukunftsweisenden Maßnahmen ist also gefragt. Mit dem Konzept „DAS-A.1: Klimaanpassungskonzept für den Bezirk Altona“ wird ein Lösungskatalog erarbeitet, der bis Ende 2025 gelten soll. In der Hoffnung, nicht nur Altona, sondern alle Hamburger Bezirke auf das neue Klima optimal vorzubereiten, beginnt nun eine spannende Phase, die das Stadtbild und das Leben in der Hansestadt nachhaltig verändern könnte.