Ein neuer Warnstreik in Hamburg sorgt ab Mittwoch, dem 18. Februar, für Unruhe im Nahverkehr. Wie t-online.de berichtet, haben die Gewerkschaften ver.di Teile der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (vhh.mobility) zum Streik aufgerufen. Der 24-stündige Arbeitskampf beginnt um 3 Uhr morgens und endet am Donnerstag, den 19. Februar, um 3 Uhr. Die betroffenen Betriebshöfe sind in Bergedorf, Rahlstedt, Glinde, Billbrook, Geesthacht und Lauenburg angesiedelt.
Die Folgen für die Fahrgäste werden erheblich sein. Besonders im Hamburger Osten sowie in den Landkreisen Lauenburg und Stormarn müssen sich die Reisenden auf massive Einschränkungen im Busverkehr einstellen. Betroffene Buslinien umfassen unter anderem die Linien X3, X30, X21, X32 und viele weitere (siehe Tabelle). Zum Streikbeginn wird sich zeigen, wie viele Mitarbeiter tatsächlich teilnehmen und wie stark der Verkehr beeinträchtigt wird.
Details zu den betroffenen Buslinien
| Linien |
|---|
| X3 |
| X30 |
| X21 |
| X32 |
| X33 |
| X80 |
| X81 |
| X82 |
| 2, 3, 29, 32 |
| 119, 120, 122, 124 |
| 127, 130, 133-139 |
| 220-239, 256 |
| 320-339, 362 |
| 422, 424, 427-439 |
| 462, 524, 527 |
| 530, 533-539, 562 |
| 576, 609-629 |
| 729, 733, 735-737 |
| 776 |
| 4400, 4402 |
| 8108, 8521-8526 |
| 8800, 8862 |
| 8882-8897, 8890-8896 |
Die Hintergründe des Streiks
Der Warnstreik ist Teil der Tarifverhandlungen für einen neuen Manteltarifvertrag, die am 26. Februar fortgesetzt werden sollen. Gabriel Arndt von ver.di fordert substanzielle Angebote von den Arbeitgebern, werde jedoch bisher enttäuscht. Bei einem Treffen am 30. Januar wurde kein entsprechendes Angebot unterbreitet, was zu der aktuellen Arbeitsniederlegung geführt hat. Domenico Perroni, ebenfalls von ver.di, hebt die dringende Notwendigkeit eines funktionierenden Nahverkehrs hervor, sowohl für die Fahrgäste als auch für die Fahrzeugführer.
Zusätzlich sind Arbeitsniederlegungen auch bei der Hamburger Hochbahn AG angedacht. Im Rahmen einer Wellenstreik-Strategie sollen ausgewählte Bereiche zum Streik aufgerufen werden, um Rücksicht auf die Fahrgäste zu nehmen, während gleichzeitig Druck auf Arbeitgeber und die Stadt ausgeübt wird. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5% und einen Mietkostenzuschuss für Auszubildende.
In den letzten Wochen gab es bereits Warnstreiks, und es ist unklar, ob auch U-Bahnen von den Streiks betroffen sein werden. Britta Oehlrich, die Geschäftsführerin von vhh.mobility, äußerte, dass das Unternehmen eine tragfähige Lösung anstrebt, um sowohl die Beschäftigten als auch die Zukunftsfähigkeit der Verkehrsbetriebe zu sichern.
Fahrgäste werden dazu aufgefordert, ihre Fahrt im Voraus über die hvv App oder auf hvv.de zu überprüfen. Letztlich bleibt die Frage, ob die Arbeitgeber zeitnah einvernehmliche Lösungen anbieten können, um eine weitere Ausweitung der Streiks zu verhindern. Während die ver.di-Führung schon angedeutet hat, dass eine Fortsetzung der Proteste in Aussicht steht, bleibt zu hoffen, dass alle beteiligten Seiten bald an einem Strang ziehen.
Für den Hamburger Senat und die betroffenen Verkehrsunternehmen heißt es nun, zügig einen Dialog zu suchen und den Fahrer:innen gerechte Lösungen zu präsentieren. Schließlich ist ein reibungsloser öffentlicher Nahverkehr für die gesamte Stadt von enormer Bedeutung.