Heute ist der 8.02.2026 und in Barmbek-Süd wird die Zukunft der Drogeriekette Budni neu gestaltet. Im Januar 2026 schließt Budni zwei seiner Filialen in Hamburg, nämlich an der Rahlstedter Bahnhofstraße und im Mundsburg Center. Diese Entscheidung ist Teil einer größeren Strategie, die vor allem durch einen auslaufenden Mietvertrag in Rahlstedt und notwendige Renovierungsarbeiten im Mundsburg Center bedingt ist. Diese Schließungen kommen nicht ganz unerwartet, da Budni im Jahr 2025 bereits sechs Filialen geschlossen hat und die Herausforderungen durch steigende Energie-, Miet- und Personalkosten sowie zunehmende Diebstähle zunehmen. Trotz dieser Schwierigkeiten betont Geschäftsführer Christoph Wöhlke, dass das Unternehmen sich stabil entwickelt hat und alle betroffenen Mitarbeiter in anderen Filialen weiterbeschäftigt werden.
Budni, das seit 1912 besteht und zur Edeka-Gruppe gehört, betreibt derzeit 187 Filialen, vor allem in Hamburg und Umgebung sowie neun in Berlin. Im Jahr 2025 konnte Budni jedoch auch Erfolge feiern: Sechs neue Filialen wurden in Hamburg, Berlin und Schleswig-Holstein eröffnet. Für 2026 sind bisher keine weiteren Neueröffnungen geplant, aber für 2027 hat Budni bereits neue Mietverträge abgeschlossen.
Expansion über Hamburg hinaus
Die Drogeriekette Budni hat sich in den letzten Jahren nicht nur in Hamburg, sondern auch überregional einen Namen gemacht. In Kooperation mit selbstständigen Edeka-Kaufleuten expandiert Budni in ganz Deutschland. Diese Zusammenarbeit wurde vor gut zwei Jahren ins Leben gerufen, um Budnis Wachstum außerhalb der Hamburger Metropolregion zu unterstützen. Die ersten Budni-Filialen in Berlin wurden Ende 2018 eröffnet und zeigen, dass die Drogeriekette auf dem richtigen Weg ist, um neue Märkte zu erschließen.
Ein Beispiel für diese erfolgreiche Expansion ist die Eröffnung der ersten Budni-Filiale in Bamberg am 11. April 2023. Diese Filiale, die von einem selbstständigen Edeka-Kaufmann geführt wird, kombiniert ein Café mit einem Drogeriemarkt und einem Biomarkt. In den kommenden Jahren plant Budni, jährlich zwischen sechs und zehn neue Läden zu eröffnen, insbesondere in Berlin, wo sich die Nachfrage nach Drogeriewaren steigert. Edeka sieht im Drogeriegeschäft Wachstumschancen und möchte im Wettbewerb mit großen Anbietern wie dm und Rossmann bestehen.
Marktmacht und Herausforderungen
Die Kooperation mit Edeka ermöglicht es Budni, von besseren Einkaufskonditionen zu profitieren und gleichzeitig Marktmacht zu gewinnen. Obwohl bisher nur drei von sieben Edeka-Regionen konkrete Pläne zur Eröffnung von Drogerien haben, deutet das Interesse auf ein potenzielles Wachstum hin. In der Region Südbayern werden Pläne noch geprüft, während in anderen Regionen wie Rhein-Ruhr, Hessenring und Nord kein Interesse gezeigt wird.
Insgesamt zeigt sich, dass Budni trotz der aktuellen Herausforderungen und Schließungen bestrebt ist, seine Marktpräsenz über Hamburg hinaus auszubauen und die richtige Strategie zu verfolgen. Das Unternehmen steht vor der Aufgabe, sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten und dabei die Bedürfnisse seiner Kunden im Blick zu behalten. Die Weichen für die Zukunft scheinen dabei klar gestellt zu sein und die nächsten Schritte werden entscheidend für die weitere Entwicklung der Drogeriekette sein.
Für weiterführende Informationen über die Entwicklungen in der Drogeriemarktlandschaft und die Rolle von Budni in der Branche, können Sie einen Blick in unsere umfassenden Berichte werfen. Hier erfahren Sie mehr über die Schließungen und die aktuellen Herausforderungen von Budni und hier finden Sie Details zur Expansion und den zukünftigen Plänen.



