In der Nacht von Montag auf Dienstag, dem 20. Januar 2026, sorgte ein geomagnetischer Sonnensturm für ein beeindruckendes Schauspiel über Hamburg: Polarlichter erleuchteten den Himmel in bunten Farben. Besonders in den Bezirken der Hansestadt waren die roten und grünen Lichter sichtbar, und die Begeisterung unter den Hamburger:innen war riesig. Dieses Phänomen, auch als Aurora borealis bekannt, konnte allerdings nicht nur hier, sondern deutschlandweit bewundert werden. Carolin Liefke, Leiterin am Haus der Astronomie in Heidelberg, bestätigte die Sichtbarkeit der Lichter, die bis zu den Alpen zu erkennen waren.

Die Ursache für dieses erstaunliche Himmelsschauspiel sind elektrisch geladene Teilchen, die von der Sonne in Richtung Erde geschleudert werden. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) war die Eruption der Sonne besonders stark, was zu einem geomagnetischen Sturm der zweithöchsten Kategorie, G4, führte. Diese Teilchen treffen auf das Erdmagnetfeld, das sie an die Pole lenkt. Dort regen sie die Luftmoleküle zum Leuchten an und erzeugen die bekannten Farben, die oft in Grün und Rot schimmern.

Warum sind Polarlichter so besonders?

Polarlichter faszinieren nicht nur Astronomen, sondern auch Hobbyfotografen und Naturbeobachter. Sie werden am besten mit einer Kamera eingefangen, wobei ein Stativ, eine offene Blende und eine lange Belichtungszeit von bis zu 30 Sekunden empfohlen werden. Ideal waren die Bedingungen in dieser Nacht, da der Himmel vielerorts klar war und die Sicht nicht durch Wolken und starkes Mondlicht behindert wurde.

Markus Bayer, Meteorologe beim DWD, erklärte, dass solche starken Sonnenstürme etwa alle elf Jahre vorkommen. In Jahren mit intensiven Ausbrüchen könnten Polarlichter in Norddeutschland an bis zu zehn Nächten sichtbar sein. Das kommt nicht alle Tage vor, weshalb die Begeisterung unter den Hamburger:innen völlig nachvollziehbar ist.

Was bedeutet das für die Technik?

Doch die Auswirkungen der Sturms konnten nicht nur an der Farbenshow am Himmel beobachtet werden. Solche geomagnetischen Stürme können auch technische Probleme mit sich bringen. Bei der Stärke G4 sind Störungen von Satelliten, GPS-Systemen und Hochfrequenz-Funksignalen möglich. In unserer modernen Welt spielt die Technik eine große Rolle, was bedeutet, dass solche Ereignisse durchaus auch negative Auswirkungen auf den Alltag haben können.

Die Eruptionswolke der Sonne erreichte die Erde innerhalb von nur 25 Stunden, was extrem schnell ist, da dieser Prozess normalerweise drei bis vier Tage dauert. Daher war es umso erstaunlicher, das Naturphänomen so kurzfristig zu erleben. Viele Hamburger:innen werden sich dieses spektakuläre Lichtspiel noch lange in Erinnerung behalten.

In den kommenden Nächten, so die Prognosen, könnte der Himmel erneut mit Polarlichtern gefüllt sein. Wenn Sie also eine Nacht mit klarem Himmel erwischen, dann packen Sie Ihre Kamera ein und machen Sie sich bereit für ein weiteres Himmelsereignis, da könnte noch was anstehen!