Nach dem Auswärtsspiel des FC St. Pauli in Augsburg, das mit einer 1:2-Niederlage endete, ereignete sich ein Vorfall, der die Gemüter erhitzte. Der Busfahrer Sven Mahn, der die Mannschaft nach der Niederlage zum Flughafen fuhr, machte einen Zwischenstopp in Bad Windsheim, westlich von Nürnberg. Während der Nacht parkte Mahn den Bus gegen 22 Uhr in der Erkenbrechtallee. Am nächsten Morgen entdeckte er einen großen „FCN“-Schriftzug, der auf den Teambus gesprüht worden war. Laut einer Zeugin hatten mehrere unbekannte Personen den Schriftzug aufgebracht.
Die Zeugin informierte sofort die Polizei, jedoch waren die Täter bei deren Eintreffen bereits geflüchtet. Die Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten nicht zur Festnahme der Flüchtigen, und das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. Ein Bekannter von Mahn organisierte Freiwillige in Wörth am Main, die den Bus innerhalb von wenigen Stunden reinigten, sodass der Bus beim nächsten Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen wieder sauber war. Für weitere Informationen zu diesem Vorfall kann auf die Quelle verwiesen werden: Mopo.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Polizei hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall aufgenommen und bittet Zeugen um Hinweise zu den Tätern oder deren Fluchtweg. Die Telefonnummer für Hinweise lautet 0911 2112 3333. Wie bereits erwähnt, wurde der Schriftzug „FCN“ auf den Bus gesprüht, ein klarer Hinweis auf die rivalisierenden Fans des 1. FC Nürnberg. Diese Art von Vandalismus wirft ein Schlaglicht auf die Spannungen, die zwischen den Fangruppen bestehen. Die Polizeiinspektion Bad Windsheim war ebenfalls vor Ort, konnte jedoch keine Festnahmen tätigen und der Vorfall bleibt vorerst ungelöst. Für eine ausführliche Berichterstattung kann auch die Quelle T-Online konsultiert werden.
Kontext zur Sicherheit im Fußball
Der Vorfall ist nicht isoliert, sondern reiht sich in eine größere Diskussion über die Sicherheit im Fußball ein. Laut den ZIS-Jahresberichten gab es in der Saison 2024/25 in Deutschland weniger Verletzte bei Fußballspielen als in der Vorsaison. Insgesamt wurden 1.107 Menschen verletzt, was einen Rückgang um mehr als 17 Prozent im Vergleich zur Saison 2023/24 darstellt. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da auch die Zahl der Stadionbesucher auf 25,26 Millionen gestiegen ist, was auch die Verantwortung der Sicherheitskräfte erhöht.
Die Polizei leitete in den oberen drei Ligen 4.700 Strafverfahren ein, was einen Rückgang von über 6.000 Verfahren im Vergleich zur Vorsaison darstellt. Dies zeigt, dass trotz der Herausforderungen in der Fangewalt, die Sicherheitsmaßnahmen in vielen Bereichen effektiv sind. NRW-Innenminister Herbert Reul fordert jedoch ein konsequentes Durchgreifen von Vereinen und Stadionbetreibern, während der Dachverband der Fanhilfen die Darstellung von Gewalt im Fußball als verzerrt kritisiert. Mehr zu den aktuellen Entwicklungen im deutschen Fußball können Sie in der Quelle Sportschau nachlesen.