Ein hitziges Duell zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen endete am vergangenen Spieltag mit einem ernüchternden 0:2 für die Gastgeber im ausverkauften Millerntor-Stadion, wo 29.546 Zuschauer einen klaren Sieg der Bremer sahen. Trotz eines höheren Ballbesitzes und mehr Torschüssen, konkret 15 zu 8, konnte St. Pauli offensiv nicht überzeugen und blieb harmlos. Die Bremer hingegen zeigten sich effizient und nutzten ihren ersten Torschuss zur Führung, die Marvin Ducksch im zweiten Durchgang weiter ausbaute. Diese Niederlage katapultierte St. Pauli auf den fünfzehnten Platz, während Werder Bremen sich auf Platz sieben festigte. Mopo berichtet, dass St. Pauli in der ersten Halbzeit die Spielanteile hatte, aber gefährliche Chancen fehlten.
Die Aufgaben beider Teams sind nicht einfach, und das zeigt sich auch auf dem Platz. St. Pauli, in der ersten Saison nach dem Aufstieg, hat auf eine stabile Defensive gesetzt, die nun jedoch ins Wanken geraten ist. Der neue, offensivere Ansatz hat zu Problemen geführt, und die Rückkehr zu bewährten Spielweisen konnte dies nur teilweise auffangen. Mit nur 20 erzielten Toren und 234 Abschlüssen in der aktuellen Saison, was die wenigsten in der Liga sind, wird die Torarmut deutlich, besonders da zwei torgefährliche Spieler – Andréas Hountondji und Ricky-Jade Jones – derzeit fehlen.
Die Statistik spricht Bände
Die Zahlen unterstreichen die Schwierigkeiten beider Teams: Werder Bremen hat zwar 295 Torschüsse abgegeben, ist aber mit nur zwei Toren mehr als St. Pauli alles andere als schlagkräftig. Der ineffiziente Wert von 13,41 Abschlüssen pro Treffer ist der schlechteste in der Liga. Bei St. Pauli teilen sich Hountondji und Danel Sinani die Torschützenkrone mit jeweils vier Toren. Ein echtes Aufbäumen ist gefragt, denn die Geschichte spricht nicht für die Hamburger: Der letzte Sieg gegen Werder Bremen datiert aus dem DFB-Pokal im Jahr 2006.
Die Trainer beider Mannschaften stehen unter Druck. Neu-Coach Daniel Thioune von Werder hat aus sechs Spielen am Millerntor lediglich einen Sieg mitnehmen können – dabei blieben seine Teams viermal ohne Torerfolg. Die nächsten Begegnungen für beide Teams werden entscheidend zeigen, ob sie ihre Angriffsproblematik in den Griff bekommen. Vor allem ein Vorbereitungsspiel am 4. Januar könnte Anhaltspunkte dafür liefern, wie sich die Mannschaften auf dem Platz präsentieren werden.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten: St. Pauli muss dringend an seiner Effektivität arbeiten, um sich aus der unteren Tabellenregion zu befreien. Bei Werder hingegen gilt es, die Offensivleistungen zu steigern, um die Mittelfeldplätze zu sichern und nicht in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Allein die Statistik zeigt, dass sowohl Stil als auch Effizienz dringend einer Überarbeitung bedürfen. N-TV hebt hervor, dass der heutige Auftritt bei St. Pauli Aufschluss über die künftige Form der Spieler geben könnte.