Am Sonntag, den 22. Februar 2026, steht ein ganz besonderes Duell in der Bundesliga an: Der FC St. Pauli empfängt Werder Bremen am Millerntor. In diesem Kellerduell kämpfen beide Teams gegen den drohenden Abstieg. St. Pauli, derzeit auf dem 17. Tabellenplatz, hat nach einer schmerzlichen 0:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen etwas gut zu machen, während Werder Bremen, auf Rang 16, seit zwölf Bundesligaspielen sieglos ist (vier Remis, acht Niederlagen). Die Spannung steigt, denn das Spiel wird als „Sechs-, Neun-, Zwölf-Punkte-Spiel“ beschrieben, was den enormen Druck auf beide Mannschaften unterstreicht.
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Werder Bremen hat in den vergangenen drei Bundesliga-Duellen kein einziges Tor gegen St. Pauli zugelassen. Tatsächlich warten die Kiezkicker seit April 2011 und 331 Minuten auf einen Treffer gegen die Bremer. Zudem hat Werder in 17 Bundesliga-Vergleichen gegen St. Pauli nur einmal verloren, und das war im August 1977 (1:3). Diese Bilanz könnte dem Team von Trainer Daniel Thioune, der nach einer langen sieglosen Phase zurückkehrt, zusätzlichen Auftrieb geben. Sein letztes Spiel endete jedoch unglücklich mit 0:3 gegen Bayern München.
Der Druck steigt
Die Situation ist angespannt. Sollte Werder Bremen erneut ohne Sieg bleiben, könnte das Team den Negativrekord aus der Saison 2012/13 einstellen. Ein torloses Spiel wäre bereits das fünfte Auswärtsspiel in Serie, in dem Werder keinen eigenen Treffer erzielt. Für die Bremer, die zuletzt sieben der letzten zehn Sonntagsspiele verloren haben, ist der Druck enorm. Die Fans und Experten sind gespannt, ob Spieler wie Leonardo Bittencourt, der seinen 90. Bundesliga-Sieg feiern könnte, oder Julian Malatini, der sein 30. Bundesliga-Spiel absolvieren könnte, das Ruder herumreißen können.
St. Pauli hingegen könnte mit einem Sieg gegen Werder Bremen in der Tabelle vorbeiziehen und sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Trainer Alexander Blessin hat betont, dass seine Mannschaft etwas gut zu machen hat, und die Rückkehr von Spielern wie Hauke Wahl, Eric Smith und Mathias Pereira Lage könnte das Team stärken. In der bisherigen Saison zeigt die Statistik, dass St. Pauli mit nur 20 Toren in 21 Spielen und dem niedrigsten „Expected goals“-Wert der Liga zu kämpfen hat.
Ein Blick auf die Teams
Die mögliche Aufstellung von St. Pauli könnte wie folgt aussehen: Vasilj – Ando, Wahl, Mets – Saliakas, Sands, Smith, Pyrka – Fujita, Sinani – Kaars. Werder Bremen könnte mit Backhaus – Stark, Friedl, Malatini – Njinmah, Lynen, Stage, Agu – Schmid, Puertas – Grüll antreten. Beide Trainer haben also einige Optionen, um ihre Teams neu zu beleben und die dringend benötigten Punkte zu sichern.
In einer Saison, in der alle vier Nordclubs (HSV, FC St. Pauli, Werder Bremen, VfL Wolfsburg) um den Klassenerhalt zittern, könnte das Ergebnis dieser Partie eine entscheidende Rolle spielen. Laut einer Datenanalyse von Global Soccer Network (GSN) gelten Wolfsburg, Werder und St. Pauli als klare Abstiegskandidaten, während der HSV mit einem etwas besseren Punktestand auf dem 11. Platz steht. Werder Bremen hat eine kritische sportliche Situation, trotz einer Diskrepanz zwischen den strukturellen Leistungsdaten und der Punkteausbeute. Das Team erzielt im Schnitt nur rund ein Tor pro Spiel und hat große Schwierigkeiten, seine Chancen zu nutzen.
Die Fans dürfen also ein spannendes Spiel erwarten, das nicht nur für die beiden Teams, sondern auch für die gesamte Liga von Bedeutung sein könnte. Wer wird am Ende als Sieger vom Platz gehen? Das wird sich am Sonntag zeigen, wenn die beiden Mannschaften im direkten Duell aufeinandertreffen.
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