Der FC St. Pauli steckt mitten in einer schwierigen Phase in der Fußball-Bundesliga. Aktuell haben die Kiezkicker neun Niederlagen in Folge zu verzeichnen und stehen auf einem direkten Abstiegsplatz. In einem Interview mit dem NDR hat Club-Präsident Oke Göttlich jedoch seine Treue zu Trainer Alexander Blessin bekräftigt und versichert, dass es keine festgelegte Treue-Grenze für ihn gibt. Blessin, der für seine Loyalität und sein Trainergeschick geschätzt wird, soll seinem Team jetzt zur Wende verhelfen.

Obwohl die Situation angespannt ist, glaubt Göttlich, dass die Mannschaft die nötige Kraft hat, um in der Liga zu bleiben. Er ist optimistisch, dass diese Ergebniskrise bald ein Ende finden wird. Dies ist besonders wichtig, da die nächsten Spiele entscheidend sein könnten. Am Dienstag steht das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Programm, gefolgt von einem Bundesliga-Match gegen den 1. FC Köln am Samstag. Danach folgen Begegnungen gegen Heidenheim und Mainz, die Blessin als „schlagbar“ eingeschätzt hat.

Ein Schritt in die richtige Richtung?

In der letzten Begegnung gegen Bayern München konnte die Mannschaft bis zur Nachspielzeit ein Remis halten, bevor sie schließlich 1:3 verlor. Trotz des Ergebnisses sieht Blessin die Leistung seines Teams als großen Schritt nach vorne. „Der Teamspirit und die Griffigkeit in den Zweikämpfen stimmen“, äußerte er sich optimistisch nach dem Spiel. Die Stimmung innerhalb des Teams scheint also noch intakt zu sein, was in Krisenzeiten von unschätzbarem Wert ist.

Der 52-jährige Alexander Blessin kann auf eine spannende Karriere zurückblicken. Geboren am 28. Mai 1973, begann er seine Laufbahn als Spieler beim TSV Georgii Allianz Stuttgart und spielte später unter anderem für Antalyaspor und 1899 Hoffenheim. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere 2012 wurde er Jugendtrainer bei RB Leipzig und trat 2020 das Traineramt beim belgischen Club Oostende an, wo er sich rasch einen Namen machte.

Erfolg und Herausforderungen

Nach einer erfolgreichen Zeit in Belgien wechselte er 2022 zu Genoa, konnte den Verein dort aber nicht vor dem Abstieg retten. Im Frühjahr 2024 glänzte er mit Union SG, die unter seiner Führung die reguläre Saison 2023–24 gewannen und schließlich den belgischen Pokal sicherten – ein großer Erfolg nach 110 Jahren.

Im Sommer 2024 fand Blessin schließlich seinen Weg zum FC St. Pauli. Bisher hat er in 50 Spielen mit der Mannschaft 11 Siege und 11 Unentschieden erzielen können, was einer Win-Rate von 22,00 % entspricht. Es bleibt abzuwarten, ob ihm gelingen wird, das Ruder noch herumzureißen und die Fans an die Erfolgszeiten zu erinnern.

Die Herausforderungen, die vor ihm liegen, sind drängend, aber man muss hoffen, dass das Team und sein Trainer bald wieder auf die Erfolgsspur zurückfinden. Die nächsten Spiele könnten wegweisend sein. Bleiben wir gespannt und drücken den Kiezkickern die Daumen!

NDR berichtet, Wikipedia gibt einen Überblick über Blessins Karriere.