Am kommenden Sonntag um 17:30 Uhr erwartet der FC St. Pauli den SV Werder Bremen zum aufregenden Abstiegsgipfel am Millerntor. Beide Teams stecken tief im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga und brauchen dringend Punkte, um sich eine bessere Ausgangslage zu sichern. Der FC St. Pauli belegt momentan den vorletzten Platz der Tabelle und könnte mit einem Sieg Werder Bremen vom Relegationsplatz verdrängen. [millernton] berichtet, dass dies ein echtes Sechs-Punkte-Spiel für die Kiezkicker darstellt.
Der Druck lastet schwer auf beiden Mannschaften, die seit längerem unter ihren Möglichkeiten bleiben. St. Pauli feierte vor zwei Wochen einen überlebenswichtigen Sieg gegen den VfB Stuttgart (2:1), während Werder Bremen seit Anfang November auf einen Sieg warten muss. In den letzten zwölf Ligaspielen konnte die Mannschaft keinen einzigen Sieg einfahren und zählt mit nur 22 erzielten Toren zur schwächsten Offensive der Liga. [sportschau] hebt hervor, dass sowohl die Spieler als auch die Trainer beider Seiten versuchen, den Druck zu minimieren.
Verletzungssorgen und personelle Rückkehrer
Auf Seiten des FC St. Pauli gibt es positive Nachrichten: Mit Eric Smith, Hauke Wahl und Mathias Pereira Lage kehren wichtige Spieler in den Kader zurück. Das Team hat die letzten vier Heimspiele nicht verloren und kann auf acht Punkte aus diesen Partien zurückblicken. Doch es fehlen auch wichtige Akteure: Torhüter Simon Spari und Offensivkräfte Ricky-Jade Jones und Andréas Hountondji standen beim Training nicht zur Verfügung. Jackson Irvine, der Kapitän, pausierte ebenfalls aufgrund von Belastungssteuerung, sein Einsatz ist jedoch nicht gefährdet.
Werder Bremen hat derweil mit erheblichen Verletzungssorgen zu kämpfen. Es fehlen Innenverteidiger Maximilian Wöber, Amos Pieper und Karim Coulibaly sowie Rechtsverteidiger Mitchell Weiser. Niklas Stark hat Hüftprobleme, ist aber für das Spiel einsatzbereit. Neu-Trainer Daniel Thioune, der erst vor kurzem das Zepter von Horst Steffen übernommen hat, versucht, den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen, sieht aber die Dringlichkeit dieser Partie. [sueddeutsche] berichtet, dass die Bremer seit der Übernahme von Thioune in zwei Spielen keine Punkte sammeln konnten, darunter eine bittere Niederlage gegen Freiburg.
Die sportliche Brisanz und die Fan-Kultur
Die Begegnung zwischen diesen beiden Clubs hat durchaus auch ein emotionales Gewicht. Beide Fan-Lager haben eine sympathische Beziehung zueinander, doch der Abstiegskampf verlangt nach unbedingtem Siegeswillen und Performance. Der Sportchef von St. Pauli, Andreas Bornemann, hat betont, dass man sich nicht mit den möglichen Konsequenzen beschäftigen sollte, während Thioune versucht, die Leute auf eine positive Entwicklung zu fokussieren. [sportschau] hebt hervor, dass das letzte Testspiel der beiden Mannschaften im Januar in einem torlosen Unentschieden endete.
Die Ausgangslage ist klar: Beide Teams müssen punkten, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufrechtzuerhalten. Kann sich St. Pauli durch die Rückkehrer und die positive Heimform im Millerntor durchsetzen? Oder gelingt es Werder Bremen unter Thioune, den ersten Sieg des Jahres zu feiern? Die kommenden 90 Minuten versprechen ein spannendes Duell im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga.