Die Musikszene in Deutschland wird heute, am 8. Februar 2026, in der St. Georg Kirche mit einem besonderen Konzert bereichert. Die Veranstaltung trägt den Titel „Klanggebete“ und präsentiert Werke von zwei der bedeutendsten tschechischen Komponisten: Antonín Dvořák und Leoš Janáček. Beide Künstler haben die Musiklandschaft nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch international geprägt und sind tief in der tschechischen Volksmusik verwurzelt.

In diesem Konzert wird Dvořáks Messe in D-Dur sowie seine Biblischen Lieder aufgeführt. Diese Werke kombinieren eine spirituelle Innigkeit mit einem volksnahen Tonfall, der typisch für Dvořáks Stil ist. Seine Musik zeichnet sich durch singende Melodien, rhythmische Lebendigkeit und Ausdruckskraft aus, was sie besonders ansprechend macht. Janáčeks „Otče náš“ hingegen ist eine Vertonung des Vater Unser in tschechischer Sprache und schafft eine intensive Klangwelt aus Gebet und Sprache.

Mitwirkende und musikalische Darbietung

Die musikalische Darbietung wird von einem talentierten Ensemble getragen. Mitwirkende sind unter anderem die Sopranistin Annika Gerhards, die Altistin Anna-Doris Capitelli, der Tenor Edward Leach sowie der Bass Richard Logiewa-Stojanovic. Am Klavier begleitet Ulfert Smidt, während Ellen Wegner an der Harfe spielt. Die Kantorei St. Georg unter der Leitung von Christian Rohrbach wird die vielfältigen Klänge und Emotionen der Kompositionen zum Leben erwecken.

Die tschechische Musiktradition

Die tschechische Musik hat eine lange und reiche Geschichte, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wird die tschechische Kunst- und Volksmusik zunehmend als eigenständige Tradition wahrgenommen. Die Entwicklungen der tschechischen Nationalmusik begannen etwa in den 1860er-Jahren mit Komponisten wie Bedřich Smetana, gefolgt von Antonín Dvořák, der die Märchenoper bereicherte, und Leoš Janáček, der neue musikalische Entwicklungen basierend auf mährischer und ostslawischer Volksmusik initiierte. Diese Komponisten bilden Schulen, die das Erbe der tschechischen Musik bis heute prägen.

Das Verständnis für die tschechische Musik wird durch Fachpublikationen wie das Journal of Czech and Slovak Music der Dvořák Society gefördert. Diese Zeitschrift bietet eine Plattform für international anerkannte Experten, die verschiedene Aspekte der tschechischen und slowakischen Musik beleuchten. Mitglieder der Dvořák Society erhalten regelmäßig Ausgaben des Journals, das auch Buchbesprechungen und thematische Artikel über bedeutende Komponisten und deren Werke beinhaltet. Eine Übersicht über die Publikationen zeigt die Vielzahl an Themen, die von der Beziehung zwischen Dvořák und Smetana bis hin zu Janáčeks Einflüssen auf die Musik reichen.

Die Verbindung von Tradition und zeitgenössischer Musik ist in der tschechischen Musikszene lebendig, mit einer Vielzahl von Komponisten, die an diese reiche Geschichte anknüpfen. Namhafte Musiker der jüngeren Generation verwenden innovative kompositorische Prinzipien, wodurch die tschechische Musik immer wieder neu interpretiert wird. Diese Tradition und der Einfluss von Dvořák und Janáček sind auch heute noch in der Aufführungspraxis und im Repertoire deutlich spürbar.

Für weitere Informationen über die Veranstaltung und die Komponisten können Sie die Seite hier besuchen. Für einen tieferen Einblick in die tschechische Musikgeschichte und deren bedeutende Persönlichkeiten ist die Dvořák Society eine ausgezeichnete Quelle. Zudem bietet das Universal-Lexikon umfassende Informationen zur Entwicklung der tschechischen Musik.