Heute, am 19.04.2026, versammelten sich die jungen Mitglieder des Schützenvereins Wadersloh-Geist in der Alten Schule zur alljährlichen Kindergeneralversammlung. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz gefüllt und bot den Kindern die Möglichkeit, sich über das Vereinsgeschehen und das bevorstehende Schützenfest zu informieren. Der Verein, der 1955 gegründet wurde und ursprünglich als Kinderschützenverein ins Leben gerufen wurde, hebt sich durch seine Fokussierung auf die jüngeren Mitglieder von anderen Schützenvereinen ab, die oftmals aus Kriegervereinen hervorgegangen sind.
Vorsitzender Florian Rampelmann betonte die zentrale Rolle der Kinder im Vereinsleben und freute sich über die rege Teilnahme von 34 jungen Schützen. Das amtierende Königspaar Valerie und Denis Klose sowie die Kinderkönige Lennard Rampelmann und Mila Mai waren ebenfalls anwesend und gaben der Versammlung einen festlichen Rahmen. Die Tagesordnung umfasste acht Punkte, die kindgerecht gestaltet waren, und die Kinder wurden aktiv in die Planung des Schützenfestes einbezogen.
Ein Blick auf das Schützenfest
Das Schützenfest, das in naher Zukunft stattfinden wird, verspricht ein buntes Programm mit verschiedenen Aktivitäten. Geplant sind das Antreten am Freitag, das Vogelschießen am Samstag und eine Kinderbelustigung am Sonntag. Besonders aufregend wird das geplante Kinder-Biwak im Juli, bei dem eine Kanutour, eine Nachtwanderung und ein Lagerfeuer auf die kleinen Schützen warten. Florian Rampelmann und Kersten Drügemöller gaben Einblicke in die Vorbereitungen und verteilten ein Programmheft, während 2. Schriftführer Guido Grote das Protokoll der letzten Versammlung vorstellte.
Die Veranstaltung endete mit fröhlichem Kinderlachen, nachdem die jungen Teilnehmer das Marschieren geübt und an einem Spielprogramm teilgenommen hatten. Es ist erfreulich zu sehen, dass der Verein im letzten Jahr 84 neue Mitglieder begrüßen konnte, darunter 23 Kinder und Jugendliche, die nun aktiv am Vereinsleben teilnehmen.
Die Wurzeln der Kinderschützenvereine
Ein Blick über die Grenzen von Wadersloh-Geist zeigt, dass die Tradition der Kinderschützenvereine in Deutschland tief verwurzelt ist. So wurde beispielsweise im Jahr 1957 in Marienheide ein ähnlicher Verein gegründet, als die Brüder Rudi und Willi Müller aus Langeweile ein Schützenfest mit improvisierten Mitteln organisierten. Mit einer Blechdose als Vogel und Steinen als Geschossen begannen die Kinder, ihr eigenes Fest zu kreieren. Die Idee fand großen Anklang, und schnell wurde ein richtiges Kinderschützenfest ins Leben gerufen, das seitdem ununterbrochen gefeiert wird. Lina Fernholz, die Oma von Manfred Mittler, war die erste Erwachsene, die die Kinder unterstützte, und Johann Nies konnte sogar Musikkameraden für die Veranstaltung gewinnen.
Die liebevolle Erinnerung an die Anfänge und die kontinuierliche Ausrichtung der Feste zeigen, wie wichtig solche Gemeinschaften für die Entwicklung der Kinder sind. Die Ereignisse in Marienheide und Wadersloh-Geist sind nicht nur Beispiele für den Spaß und die Freude, die solche Feiern bringen, sondern auch für die wertvolle Zeit, die Kinder in der Gemeinschaft verbringen können.
Die Kindergeneralversammlung in Wadersloh-Geist ist somit nicht nur ein wichtiges Ereignis für die jungen Schützen, sondern ein Zeichen für die lebendige Tradition und die Bedeutung des Vereinslebens in der Region. Für alle Beteiligten steht fest: Die Zukunft des Schützenwesens ist gesichert, wenn die Kinder von heute die Schützen von morgen sind.