In einem feierlichen Rahmen wurde am 09. Februar 2026 im Herzen von Augsburg der Bischof-Simpert-Preis vergeben, eine Auszeichnung, die besondere Projekte von Kindern und Jugendlichen würdigt, die sich tatkräftig für das Gemeinwohl einsetzen. Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) durfte sich über den Hauptpreis freuen, der mit 500 Euro dotiert ist, für ihren beeindruckenden „Demokratietag 2025“, der am 20. September 2025 stattfand, passend zum Weltkindertag. Hier traf sich eine Gruppe von über 100 jungen Mädchen, Frauen und engagierten Leiterinnen, um demokratische Werte und Mitbestimmung auf kreative Weise zu erleben. Bischof Bertram, Schirmherr des Preises, hob in seiner Rede das Engagement der Teilnehmerinnen sowie die gelungenen Projekte hervor und betonte die Vielfalt der Ansätze, die im Rahmen der Jugendwerkwoche präsentiert wurden, die bis zum Dienstag andauert. Diese Woche zielt darauf ab, das „Getragen sein“ durch die Kirche zu vermitteln, um jungen Menschen ein Gefühl der Zugehörigkeit zu geben.

Doch nicht nur die PSG konnte jubeln: Der spirituelle Sonderpreis, dotiert mit 250 Euro, ging an die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Oberhausen für ihren innovativen Jugendgottesdienst unter dem Motto „weniger Kopf, mehr Herz“. Dieser fand in mehreren Begegnungen statt, die auf die aktive Beteiligung der Jugendlichen abzielten und in einer geselligen Runde endeten. Der Gottesdienst sollte den Glauben ansprechend vermitteln und Gemeinschaft fördern.

Innovationen in der Jugendpastoral

Ein weiterer Preis, der Innovationspreis, wurde ebenfalls verliehen. Hier konnte die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg Diözesanverband Augsburg (DPSG) mit ihrem Projekt zur Digitalisierung und der Einführung einer benutzerfreundlichen Online-Anmeldelösung für Veranstaltungen punkten. Wer heute mit den modernen Zeit gehen will, muss sich anpassen, und genau dies verfolgt die Arbeitsgruppe AGOAT, die 2024 gegründet wurde, um Datenschutz und passende Softwarelösungen zu entwickeln. Das Projekt soll nicht nur die Verwaltungsarbeit erleichtern, sondern auch Nachwuchsgruppen eine stabile Grundlage bieten.

Hintergrund des Preises

Der Bischof-Simpert-Preis wird seit 1997 vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Katholischen Jugendwerk (KJW) vergeben und honoriert Projekte, die im Vorjahr in der kirchlichen Jugendarbeit initiiert wurden. Die Auszeichnung wurde mittlerweile zum 29. Mal vergeben. In diesem Jahr gingen insgesamt 19 Bewerbungen ein, und jede Einreichung erhielt als Wertschätzung eine Anerkennung von 50 Euro. Abgesehen vom Hauptpreis war sowohl der spirituelle Sonderpreis als auch der Innovationspreis mit jeweils 250 Euro dotiert. Der BDKJ vertritt in der Diözese Augsburg über 26.000 Kinder und Jugendliche und setzt sich aktiv für deren Belange ein.

Bischof Simpert, nach dem der Preis benannt ist, hat laut Legende einst ein Kind vor einem Wolf gerettet, was symbolisch für den Schutz und die Unterstützung von Schwächeren in der Gesellschaft steht. Diese Botschaft spiegelt sich auch in den Projekten wider, die mit dem Preis gewürdigt werden – allesamt ein positiver Beitrag zur Gesellschaft.

Die nächsten Bewerbungen für den Bischof-Simpert-Preis bleiben bis zum 19. Januar 2026 offen. Wer sich aktiv einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, seine Projekte einzureichen und damit weiteren gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Informationen zu den Bewerbungen sind auf den Websites des BDKJ und der KLJB zu finden.