Neues Leben für Hamburgs Klöpperhaus: Vom Warenhaus zum Hotspot!
Hamburg-Mitte: Das denkmalgeschützte Klöpperhaus wird bis 2026 umgebaut und vereint moderne Nutzung mit historischer Architektur.

Neues Leben für Hamburgs Klöpperhaus: Vom Warenhaus zum Hotspot!
In der Hamburger Innenstadt, an der Mönckebergstraße, wird ein historisches Gebäude für die moderne Nutzung neu gestaltet. Das Klöpperhaus, seit über einem Jahrhundert zentral in der Stadt verankert, befindet sich derzeit im Projekt „AJOUR“, dessen Fertigstellung bis Mitte 2026 geplant ist. Der Umbau vereint historische Kontorhausarchitektur mit zeitgemäßen Arbeitsräumen, Handelsmöglichkeiten und Wohnkonzepten. Wie Entwicklungsstadt berichtet, wird das neue Nutzungskonzept von einer Machbarkeitsstudie des Architekturbüros AGN Leusmann, noAarchitecten und JES Socialtecture maßgeblich unterstützt.
Das Klöpperhaus wurde zwischen 1913 und 1915, nach Entwürfen des renommierten Architekten Fritz Höger, als Kontorhaus errichtet. Bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg wurde das Dach des Gebäudes zerstört und in den Folgejahren neu aufgebaut. 1965 fanden umfassende Umbaumaßnahmen statt, bei denen das ursprünglich als Bürohaus konzipierte Gebäude in ein Warenhaus umgewandelt wurde. Trotz dieser Veränderungen konnte die historische Substanz weitgehend erhalten werden, und nun wird ein wertvoller Teil dieser Geschichte mit viel Bedacht revitalisiert.
Von der Vergangenheit in die Zukunft
Im Rahmen der Neugestaltung wird ein großer Fokus auf den Denkmalschutz gelegt, während gleichzeitig moderne Büros, Einzelhandelsflächen und Ferienwohnungen integriert werden. Ab dem ersten Obergeschoss entstehen etwa 28.000 Quadratmeter Bürofläche sowie 4.900 Quadratmeter für Einzelhandel und Gastronomie. Wie AGN hervorhebt, wird die gesamte Raumstruktur neu organisiert, mit einem lichtdurchfluteten Atrium als zentralem Element, das mehrere Geschosse verbindet.
Die neue Nutzungsgliederung zielt darauf ab, ein vielseitiges und attraktives Gebäude zu schaffen und dabei die Historie angemessen zu würdigen. Insbesondere die Rückführung historischer Teile, wie des Daches und der Fassade, wird in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde erfolgen. Die Backsteinfassade wird denkmalgerecht instandgesetzt und an moderne Anforderungen angepasst.
Das Klöpperhaus symbolisiert nicht nur den Übergang vom Hauptbahnhof in die Innenstadt von Hamburg, sondern auch die hohe Kunst der städtebaulichen Revitalisierung. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, plant das Projekt, WELL- und LEED-Platin-Zertifizierungen anzustreben. Diese sollen sicherstellen, dass das Gebäude zukunftsfähig und umweltfreundlich gestaltet ist.
Ein Blick in die Zukunft
Nach der Fertigstellung wird das Klöpperhaus ca. 34.000 Quadratmeter Mietfläche bieten, was eine Vielzahl an Möglichkeiten für Unternehmen und Kunden eröffnet. Zu den Hauptmietern gehört die Hamburg Commercial Bank, die rund 13.400 Quadratmeter Bürofläche mieten wird. Zudem wird Fitseveneleven an dem Standort den ersten Hamburger Standort einrichten.
Der Umbau des Klöpperhauses ist ein spannendes Beispiel für die Harmonisierung von Historie und Moderne. Es zeigt, wie alte Gebäude für neue Ideen und Nutzungen umfunktioniert werden können, ohne dabei ihre Seele zu verlieren. Im Kontext der städtischen Nachhaltigkeit ist das Projekt eine wichtige Initiative, um den Anforderungen eines klimaneutralen Gebäudebestands gerecht zu werden, über den auch im Rahmen des Projektes „CO2-neutrales Welterbe Speicherstadt Hamburg“ nachgedacht wird. Das bundesweite Ziel, bis 2045 klimaneutral zu wirtschaften, stellt auch für Hamburg eine große Herausforderung dar, die durch solche Maßnahmen angegangen wird, wie in HCU Hamburg erläutert wird.