In der HafenCity Hamburg bahnt sich ein aufregendes Bauprojekt an: Der „Sports-Dome“ soll ein gigantisches Sportzentrum werden, das mehr als 20 Sportarten unter einem Dach vereint. Die Pläne umfassen nicht nur eine Kinderbetreuung, sondern auch Gastronomieangebote und ein Hotel. Das Grundstück an der Versmannstraße steht seit über zehn Jahren leer, und die ursprüngliche Eröffnung war bereits für 2018 vorgesehen. Doch die Insolvenz des Sponsors „Care Energy“ führte zu erheblichen Verzögerungen.
Die Suche nach neuen Geldgebern war erfolgreich, doch die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg trugen zu weiteren Verzögerungen bei. Die Anhandgabe der Stadt lief 2022 aus, was bedeutet, dass für dieses Jahr kein realistischer Starttermin in Sicht ist. Geschäftsführer Leif Bachorz kündigte jedoch einen neuen Anhandgabe-Prozess an, und neue Termine sollen im April 2026 bekannt gegeben werden. Der Spatenstich ist für Dezember 2026 geplant, und die Tiefbauarbeiten sollen Anfang 2027 beginnen.
Sportliche Vielfalt und Gastronomische Genüsse
Eine der spannendsten Aspekte des „Sports-Dome“ sind die geplanten Trendsportarten, die von einem Windtunnel für Indoor-Skydiving über eine stehende Welle zum Surfen bis hin zu Ski- und Golf-Simulationen sowie virtueller Realität und E-Sportarten reichen. Besonders hervorzuheben ist der geplante Tauchturm mit einem 25 Meter tiefen Tauchbecken, dessen Realisierung jedoch gefährdet scheint. Die Stadt bevorzugt weiterverwertbare Immobilien, was die Situation zusätzlich kompliziert, da der Tauchturm möglicherweise nicht entfernt werden kann.
Der gastronomische Bereich des „Sports-Dome“ wird ein breites Angebot an gesunden und leckeren Mahlzeiten sowie Snacks bereitstellen. Hierzu sollen mehrere Themenrestaurants entstehen, die eine ruhige Umgebung, eine Sportsbar für Public Viewing und eine Live-Cooking-Kitchen bieten. Die Speisen werden hohen Anforderungen genügen und sowohl vegetarische als auch vegane Optionen umfassen, wobei der Fokus auf ausgewogenen Mahlzeiten und frischen Zutaten aus der Umgebung liegt. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der offiziellen Seite des Sports-Dome.
Förderung und Unterstützung für Sportstätten
Das Projekt „Sports-Dome“ könnte auch von bundesweiten Förderprogrammen profitieren. Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) unterstützt investive Projekte der Kommunen, die eine regionale oder überregionale Bedeutung besitzen. Für den Projektaufruf 2025/2026 stehen insgesamt 333 Millionen Euro zur Verfügung, die im Wirtschaftsplan des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) veranschlagt sind. Ziel des Programms ist es, die Kommunen bei der Erhaltung und Modernisierung von Sportstätten zu unterstützen und somit nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation rund um den „Sports-Dome“ entwickeln wird. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags wird voraussichtlich Mitte April 2026 über geförderte Projekte entscheiden. Die Frist zur Einreichung von Interessenbekundungen endete am 15. Januar 2026, und es ist zu hoffen, dass dieses visionäre Projekt zügig vorankommt und die HafenCity zu einem neuen Zentrum für Sport und Freizeit wird.