Hamburg steht vor einem Verkehrschaos! Die Freihafenelbbrücke, ein wichtiges Bauwerk für die Stadt, wird infolge einer Schiffskollision abgerissen. Am 28. Oktober rammt ein Binnenmotorschiff die Brücke, nachdem der Kapitän die Durchfahrtshöhe falsch eingeschätzt hat. Geladene Container prallen gegen das Bauwerk und verursachen schwere Schäden, die laut mopo.de irreversibel sind.
Ab sofort ist die Brücke gesperrt, und der Prüfbericht nach mehreren Monaten stellt fest, dass eine Reparatur nicht möglich ist. Die Hamburger Behörden stehen vor der Herausforderung, einen Ersatz zu finden. „Langfristige Planungen sind jetzt obsolet“, erklärt Martin Helfrich von der Wirtschaftsbehörde. Ein Teilabriss der Brücke ist für noch im laufenden Jahr geplant, doch wie es um eine provisorische Brücke steht, die schwere Lasten aushalten muss, bleibt unklar.
Chaos im Verkehr
Bevor die Freihafenelbbrücke, die am 31. März 1926 eingeweiht wurde und unter Denkmalschutz steht, zur Umfahrung während des Neubaus benachbarter Bahnbrücken dienen sollte, arbeitete sie bereits im letzten Jahr unter erschwerten Bedingungen. „Die Trasse der Hafenbahn ist seit längerem einsturzgefährdet“, merkt man bei ndr.de an.
Die Schließung der Brücke bringt nicht nur die erst geplanten Ersatzneubauten durcheinander, sondern verlagert auch den Verkehr auf andere Elbquerungen, was regelmäßig zu Staus führt. Die Brücke war ursprünglich für etwa 20.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt und spielte eine zentrale Rolle für den Verkehr zur Insel Kleiner Grasbrook und anderen Hafenarealen.
Der Weg in die Zukunft
Alternativen scheinen zurzeit rar. Ein Sprecher der Wirtschaftsbehörde meint, dass der Senat nicht die Absicht hat, einen vollständigen Ersatzneubau der Freihafenelbbrücke zu realisieren, da diese mittlerweile virtuell von der Internetseite der Hafenbehörde HPA verschwunden ist. „Es liegt an uns, ein gutes Händchen zu haben, um den Verkehr in Hamburg neu zu ordnen“, fügt Helfrich hinzu.
Bevor es jedoch zu neuen Plänen kommen kann, müssen zuerst alle relevanten Informationen und Gutachten zu den bestehenden Brücken veröffentlicht werden. „Die Elbbrücken sind denkmalgeschützte Wahrzeichen, deren Erhalt uns am Herzen liegt“, so Hosemann, ein Stimmenvertreter der Linken. Mit der Verkehrsinfrastruktur hält die Hamburger Hafenverkehrsbehörde einen wachsenden Druck aufrecht, der nicht nur die Bründen, sondern das gesamte Verkehrssystem betrifft.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, denn im Februar will die Wirtschaftsbehörde Informationen zu den Planungen zum Verkehrsknotenpunkt Elbbrücken vorstellen. Der Weg zur Lösung bleibt also noch steinig, doch die Behörde hat die Herausforderung erkannt und wird bald Näheres dazu verkünden. Für die Hamburger Bürger heißt es jetzt: Dranbleiben und Abwarten!