Heute ist der 25.02.2026 und in der Hamburger HafenCity tut sich Großes: Der Bau der neuen Deutschlandzentrale der Schweizer Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) hat begonnen. Der Standort, direkt am Lohsepark, erstreckt sich über rund 2.600 Quadratmeter und wird ein siebengeschossiger Glasbau mit mehr als 15.000 Quadratmetern Bürofläche. Der Baugrund ist anspruchsvoll, da Teile des Gebäudes auf 16 Meter langen Pfählen im Hafenwasser errichtet werden. Um diesen zu schaffen, wird eine Spundwand gezogen und das Land aufgefüllt. Diese Maßnahmen sind notwendig, um ein stabiles Fundament für das Projekt zu gewährleisten. Der Entwurf stammt von einem Frankfurter Architekturbüro, das einen europaweiten Wettbewerb gewonnen hat, und verspricht, ein architektonisches Highlight in der Hafencity zu werden.
Das geplante Gebäude wird nicht nur Büros für rund 700 Beschäftigte bieten, sondern auch öffentlich zugängliche Bereiche wie einen Showroom und ein Restaurant, die mindestens 1.000 Quadratmeter einnehmen werden. Der MSC-Deutschland-Chef Nils Kahn betont, dass dieses Projekt ein klares Bekenntnis zu Hamburg als einem der wichtigsten maritimen Zentren in Europa darstellt. Die Energieversorgung des Gebäudes wird durch Photovoltaikelemente auf dem Dach sichergestellt, was den nachhaltigen Ansatz des Unternehmens unterstreicht. Zudem wird der Bau größtenteils aus recyceltem Beton bestehen, was zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks beiträgt.
Ein strategischer Schritt für MSC
MSC ist seit November 2024 Teilhaber der Hamburg Hafen und Logistik AG (HHLA) und hält über die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft mehr als 95 Prozent. Der Einstieg in das Hafenkonzern wird jedoch von Protesten der Hafenarbeiter und Gewerkschaften begleitet, die sich gegen die Übernahme aussprechen. MSC strebt an, mehr Container nach Hamburg zu bringen, was die Bedeutung des Hafens in der globalen Logistik weiter stärken könnte. Der Einzug in die neue Zentrale ist für Ende 2028 geplant, was einen weiteren Meilenstein für die Reederei darstellt, die 1970 von Gianluigi Aponte gegründet wurde und bis heute in Privatbesitz ist.
Mit 675 Büros in 155 Ländern und einer Flotte von rund 1.000 Schiffen ist MSC eine der größten Reedereien weltweit. Jährlich befördert sie rund 27 Millionen Standardcontainer und betreibt 300 Liniendienste, die 520 Häfen bedienen. Diese Expansion und der Bau der neuen Zentrale in Hamburg sind nicht nur ein Zeichen für das Wachstum des Unternehmens, sondern auch für die strategische Bedeutung der Hafenstadt im internationalen Handel.
Für die Hamburger Bürger und die maritime Wirtschaft bietet die neue Zentrale eine Gelegenheit zur Interaktion und zum Austausch, insbesondere durch die öffentlich zugänglichen Bereiche. Diese Entwicklung könnte sich positiv auf die lokale Wirtschaft auswirken und die HafenCity zu einem noch attraktiveren Standort für Unternehmen und Touristen machen.
Für weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt können Sie den Artikel auf Tagesschau und Stern nachlesen.