Das beliebte Café „Maats“ am Blankeneser Oberfeuer in Hamburg wird Ende Juli 2026 schließen, nachdem es über neun Jahre lang als feste Institution in den Elbvororten galt. Betrieben von Annbritt Posselt und Stephanie Kaul, war das Café ein beliebter Rückzugsort und ein Aussichtspunkt auf die Elbe. Die Betreiberinnen müssen jedoch aufgrund eines nicht gewollten Vertragsauslaufes die Pforten schließen, nachdem die Eigentümerin eine Verlängerung des Pachtvertrags abgelehnt hat. Ein neuer Betreiber wurde bereits gefunden, doch bis zur Schließung bleibt das Café für seine treuen Gäste weiterhin geöffnet.
Während seiner Betriebszeit hat „Maats“ zahlreiche Herausforderungen gemeistert, darunter mehrere Sturmfluten, einen Erdrutsch und die Corona-Pandemie. Die Atmosphäre des Cafés wurde als persönlich, herzlich und authentisch beschrieben, und das Angebot reichte von frischem Kaffee über belgische Waffeln bis hin zu Matjesbrötchen. Nutzer äußern auf Instagram ihr Bedauern über die bevorstehende Schließung, und auch politische Stimmen wie die von Dr. Anke Frieling, Bürgerschaftsabgeordnete, bekunden ihr Bedauern. Offiziell sind die Gründe für die Schließung unkonkret, offenbar geht es jedoch um den ausgelaufenen Pachtvertrag (Quelle).
Ein Ort des Austauschs und der Begegnung
Das Café „Maats“ war nicht nur ein Ort für kulinarische Genüsse, sondern auch ein Treffpunkt für die Gemeinschaft. Viele Gäste haben hier nicht nur ihren Kaffee genossen, sondern auch Freundschaften geschlossen und Erinnerungen geschaffen. Die Schließung des Cafés wird daher von vielen als Verlust empfunden, sowohl auf persönlicher als auch auf sozialer Ebene. Umso wichtiger ist es, dass die Stadt Hamburg nun einen neuen Betreiber für das Gelände sucht, um die Zugänglichkeit öffentlicher Toiletten zu gewährleisten. Die bisherigen Konzepte zur Einbindung von Gastronomen für die Bewirtschaftung dieser Einrichtungen haben sich jedoch als wirtschaftlich schwierig erwiesen (Quelle).
Mit dem bevorstehenden Ende des „Maats“ wird auch der dringend benötigte Raum für kreative und gastronomische Initiativen in der Stadt sichtbar. Ein Beispiel dafür ist die geplante POP UP ART GALERIE, die Kunst, Gastronomie und kulturelle Teilhabe in der denkmalgeschützten Parkanlage Planten un Blomen zusammenbringen will. Diese Zwischennutzung wird bis Ende 2026 laufen und könnte eine neue Art von Treffpunkt schaffen, der sowohl für Kunstliebhaber als auch für Genießer von Kaffee und Kuchen attraktiv ist (Quelle).
Die letzten Monate im Café „Maats“ bieten den Gästen noch die Möglichkeit, sich von diesem besonderen Ort zu verabschieden. Es bleibt abzuwarten, wie das gastronomische und kulturelle Angebot in Blankenese nach der Schließung weiterentwickelt wird und ob neue Ideen und Konzepte die Lücke füllen können, die das Café hinterlässt.